Neue Strategie: EU-Kommission will Kurswechsel bei Fischfang
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 18:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIhre Strategie bis 2040 setzt unter anderem auf moderne und klimafreundlichere Flotten, weniger unerwĂŒnschte BeifĂ€nge, UnterstĂŒtzung fĂŒr kleine Fischereibetriebe, Schutz vor unfairer globaler Konkurrenz sowie mehr Nachfrage nach Fisch und MeeresfrĂŒchten aus der EU, wie die Kommission mitteilte.
Der Fischsektor sehe sich mit wachsenden Herausforderungen wie zum Beispiel schwankenden Energiekosten und dem Klimawandel, rĂŒcklĂ€ufigen BestĂ€nden, Wettbewerb um Meeresraum und einer alternden Belegschaft konfrontiert, sagte EU-Fischereikommissar Costas Kadis bei der Vorstellung der Strategie in StraĂburg. Konkrete GesetzesvorschlĂ€ge stehen allerdings noch aus.
Energiewende fĂŒr Schiffe
Um dem zu begegnen, sollen in der Fischerei Investitionen in effizientere Schiffe gefördert werden. Um Verbraucherinnen und Verbraucher dazu zu bewegen, Fisch und MeeresfrĂŒchten aus der EU zu kaufen, will die Kommission bis 2029 eine digitale RĂŒckverfolgbarkeit fĂŒr alle Produkte entlang der Lieferkette fördern.
AuĂerdem will die Kommission gemeinsam mit der Branche neue Lösungen finden, um unerwĂŒnschten Beifang von Fisch zu vermeiden. Die Verpflichtung fĂŒr Fischer, alle gefangenen regulierten Arten an Land zu bringen, brachte nach ihrer EinschĂ€tzung nicht die erhofften Ergebnisse. Nun sollen neue Technologien und eine umfassendere Dokumentation der FĂ€nge helfen.
Mehr als 200.000 ArbeitsplÀtze
Im kommenden Jahr will die Kommission eine Strategie vorlegen, die mehr junge Menschen fĂŒr die Branche gewinnen soll. "Das Interesse junger Menschen, diesen Beruf zu ergreifen, ist gering", sagte Kadis. In der EU arbeiten nach Kommissionsangaben mehr als 200.000 Menschen in dem Fischerei- und Aquakultursektor. Hinzu kommen demnach viele weitere BeschĂ€ftigte in Verarbeitung, Handel und Vertrieb.
