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New York: Techwerte nach KI-Ausblick von Broadcom unter Druck

Veröffentlicht: 04.06.2026 um 16:36 Uhr, dpa.de

Ein enttĂ€uschender Ausblick des Chipkonzerns Broadcom US11135F1012 hat am Donnerstag nach der ausgedehnten KI-Rally fĂŒr Moll-Stimmung an der Technologiebörse Nasdaq gesorgt.

Der von dieser Branche geprÀgte Leitindex Nasdaq 100 US6311011026 sank nach einer Dreiviertelstunde um 1,1 Prozent auf 30.228 Punkte. Allerdings hatte das Kursbarometer seit Ende MÀrz auch um grob ein Drittel zugelegt.

Vom Gewicht der KI-Aktien wurde auch der marktbreite S&P 500 US78378X1072 ein StĂŒck weit beeintrĂ€chtigt. Er lag zuletzt knapp im Minus bei 7.549 ZĂ€hlern. Ganz anders war die Lage im Dow Jones Industrial US2605661048. Anleger schwenkten auf die dort stĂ€rker vertretenen Standardwerte um. Der Leitindex der Wall Street stieg um 1,4 Prozent auf 51.392 Punkte. Nach einem Tag Pause war er der einzige Index, der seine Rekordrally fortsetzte.

In den GesprĂ€chen ĂŒber ein Ende des Iran-Kriegs hat die HĂ€ngepartie ohne konkrete Neuigkeiten Bestand. Bekannt wurde, dass das US-ReprĂ€sentantenhaus fĂŒr den Abzug des MilitĂ€rs gestimmt und damit den politischen Druck auf PrĂ€sident Donald Trump erhöht hat. Der Fokus an der Nasdaq lag daher ganz klar auf Broadcom und der EnttĂ€uschung, dass der Chipkonzern seinen KI-bezogenen Ausblick fĂŒr dieses und das kommende Jahr nicht erhöhte.

Anleger hatten sich von dem Unternehmen, das in US-Dollar gemessen zum sechstgrĂ¶ĂŸten der Welt geworden ist, schlicht mehr versprochen. Analysten sahen darin einen Anlass fĂŒr eine Pause, nachdem sich der Kurs seit April 2025 mehr als verdreifacht hat. Die Messlatte, um immer wieder fĂŒr positive Überraschungen zu sorgen, liege mittlerweile hoch, schrieb Blayne Curtis von Jefferies. Mehrere Experten sahen in dem RĂŒcksetzer aber auch eine Kaufgelegenheit.

Broadcom riss eine ganze Reihe an zuletzt gut gelaufenen Chip-Aktien mit nach unten, darunter mit ARM US0420682058, Micron US5951121038, AMD US0079031078 und Marvell US5738741041 mehrere ganz große Überflieger der vergangenen vier Wochen. Deren Aktien sackten im GrĂ¶ĂŸenbereich von sieben bis zehn Prozent ab. Die Titel von Nvidia US67066G1040 verloren ein Prozent.

AuffĂ€llig war, dass die Kursverluste an der Nasdaq zustande kamen, obwohl sich unter den grĂ¶ĂŸten der Branche mit Alphabet US02079K3059, Amazon US0231351067, Microsoft US5949181045, Meta US30303M1027 und Apple US0378331005 viele im Plus bewegten. Börsianer könnten darin ein Indiz sehen, dass die Rally zuletzt auf viel breiteren Beinen stand als vor einiger Zeit noch gewohnt.

Auch Crowdstrike US22788C1053 konnte den offenbar enteilten Erwartungen nicht gerecht werden. Die Anteilscheine bĂŒĂŸten mehr als sieben Prozent ein, obwohl das Sicherheitssoftware-Unternehmen mit seinen GeschĂ€ftszahlen positiv ĂŒberrascht hatte. Die Papiere waren aber seit dem Tiefstand im MĂ€rz um mehr als das Doppelte gestiegen.

Unter den Standardwerten im Dow setzten sich die Titel des Krankenversicherers Unitedhealth US91324P1021 mit einem Anstieg um etwa sechs Prozent an die Spitze. Bank of America hatte sie mit Verweis auf sich verbessernde Trends bei den medizinischen Kosten zum Kauf empfohlen.

FĂŒr die in New York gelisteten Anteilscheine von Manchester United KYG5784H1065 ging es um elf Prozent nach oben. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge diskutieren einige Mitglieder der milliardenschweren Familie Glazer darĂŒber, ob sie ihre Anteile an dem britischen Fußballclub verkaufen sollen. Ihre mehr als 20-jĂ€hrige EigentĂŒmerschaft war oft von Fanprotesten ĂŒberschattet.

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