Newmont Mining Aktie: Goldpreis rettet Quartal
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 00:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Weniger Gold gefördert, mehr Gewinn erzielt — bei Newmont klafft im zweiten Quartal 2026 Produktion und Ergebnis auseinander. Der weltgrößte Goldproduzent profitiert von einer Rally beim Edelmetall, die operative Rückschläge locker überdeckt. Für Aktionäre zahlt sich das gleich mehrfach aus.
Goldpreis kompensiert Förderrückgang
Der durchschnittliche Goldpreis lag im zweiten Quartal bei 4.506,41 Dollar je Unze — ein Plus von rund 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Newmont realisierte dabei einen Verkaufspreis von 4.414 Dollar je Unze, verglichen mit 3.320 Dollar ein Jahr zuvor. Das reicht, um den Rückgang der Fördermenge auf 1,29 Millionen Unzen von zuvor 1,48 Millionen Unzen mehr als auszugleichen.
Der Förderrückgang hat mehrere Ursachen: Seismische Ereignisse bremsten die Mine Cadia, während Ahafo South, Peñasquito und Yanacocha durch planmäßig niedrigere Erzgehalte belastet wurden. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte dennoch auf 2,10 Dollar und übertraf die Analystenerwartung von 1,99 Dollar. Cadia läuft seit Mitte Juni wieder normal, für das dritte Quartal erwartet der Konzern eine Produktion auf Höhe des zweiten Quartals — allerdings bei steigenden Stückkosten durch höheren Erhaltungskapitalaufwand und mögliche Öl-Preiseffekte.
Kapitalrückführung auf Rekordkurs
Newmont erwirtschaftete im Quartal einen freien Cashflow von 2,2 Milliarden Dollar — ein Rekordwert für ein zweites Quartal. Seit der letzten Berichterstattung flossen 1,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurück, davon 1,7 Milliarden Dollar über Aktienrückkäufe. Vom sechs Milliarden Dollar schweren Rückkaufprogramm sind noch 4,3 Milliarden Dollar offen.
Der Vorstand beschloss eine Quartalsdividende von 0,26 Dollar je Aktie, zahlbar am 28. September 2026 an Aktionäre, die am 3. September 2026 im Register stehen. Mit 9 Milliarden Dollar Cash und einer Netto-Cash-Position von 3,4 Milliarden Dollar verfügt Newmont über reichlich finanziellen Spielraum.
Beim Red-Chris-Projekt in British Columbia hat Newmont zentrale behördliche Genehmigungen erhalten, darunter eine geänderte Umweltzertifizierung. CEO Natascha Viljoen stellte klar, dass die finale Investitionsentscheidung nicht von der in Aussicht gestellten Förderung der Provinz in Höhe von 500 Millionen kanadischen Dollar abhängt — die Entscheidung soll sich stattdessen am konzerneigenen Kapitalallokationsrahmen orientieren. Für 2026 plant Newmont Entwicklungsinvestitionen von 1,4 Milliarden Dollar, bei einem unverändert bestätigten Jahresziel von rund 5,26 Millionen produzierten Unzen Gold.
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