Nivea-Chef, Autoindustrie

Nivea-Chef: Wollen nicht die nÀchste Autoindustrie werden

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 09:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nivea-Chef Vincent Warnery warnt, die europÀische Kosmetikindustrie könne ihre Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb verlieren.

"Wir wollen nicht die nĂ€chste Autoindustrie werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des Dax-Konzerns Beiersdorf DE0005200000 im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die europĂ€ische Kosmetikindustrie schaffe ArbeitsplĂ€tze und Wohlstand. "Also ĂŒberfordert uns nicht mit regulatorischen Belastungen", appellierte Warnery an die EU.

Warnery sagte, es bestehe die Gefahr, dass europĂ€ische Unternehmen an WettbewerbsfĂ€higkeit einbĂŒĂŸten, weil Konkurrenten aus DrittlĂ€ndern weniger reguliert wĂŒrden. "Europa muss sehr vorsichtig sein, insbesondere wenn wir uns die USA, China und Korea ansehen, wo viele Vorschriften nicht gelten."

Der Franzose betonte: "Hautpflegeprodukte aus Europa unterliegen bereits jetzt den strengsten QualitĂ€tsstandards. Trotzdem werden wir aufgefordert, bestimmte Inhaltsstoffe aus unseren Formulierungen zu entfernen, auch dann, wenn sie bei normaler Anwendung kein Risiko darstellen." Das sei eine große Herausforderung.

Ein weiteres Ärgernis ist aus Warnerys Sicht die Novelle der EU-Kommunalabwasserrichtlinie, die Hersteller von Kosmetika und pharmazeutischen Produkten finanziell zur Verantwortung ziehen soll. Unternehmen wie Beiersdorf sollten hohe Zahlungen leisten, obwohl sie nur fĂŒr einen geringen Teil der Verschmutzung verantwortlich seien, kritisierte er.

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