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Northern Star: Elliott fordert Umbau und CEO-Wechsel

Veröffentlicht: 15.06.2026 um 08:58 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Elliott Investment Management verlangt bei Northern Star Resources neue Board-Mitglieder und eine strategische Überprüfung. Die Aktie steigt daraufhin deutlich.

Northern Star Resources: Aktivisteninvestor Elliott fordert Umbau
Ein goldener Kompass mit einem prominenten 'N' für Norden, umgeben von glitzerndem Goldstaub, in einem luxuriösen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der australische Goldproduzent Northern Star Resources gerät zwischen die Fronten. Der aktivistische Investor Elliott Investment Management erhöht den Druck und fordert einen grundlegenden Umbau — inklusive neuer Board-Mitglieder und einer Prüfung aller strategischen Optionen. Die Aktie reagiert am Montag mit einem Plus von 9,39 Prozent auf 12,70 Euro.

Elliott macht öffentlich Stimmung. Der Hedgefonds montiert operative Rückschläge und Governance-Probleme bei Northern Star. Konkret verlangt Elliott ein „substanziell gestärktes" Board, eine formelle strategische Überprüfung — und einen schnelleren CEO-Wechsel. Sogar ein Verkauf des Unternehmens oder ein Spin-off kleinerer Beteiligungen steht im Raum.

Board lehnt Verkaufsprozess ab

Northern Star lenkt teilweise ein, zieht aber rote Linien. Chairman Michael Chaney bestätigte in einem Aktionärsbrief, dass der Kurs der Aktie hinter den Erwartungen zurückbleibt. Eine sofortige Verkaufsrunde lehnt der Vorstand jedoch ab.

Immerhin: Das Unternehmen hat bereits mehrere Übernahme- und Fusionsangebote geprüft. Investmentbanken schlugen zudem einen Spin-off vor. Der Board sah darin keinen Mehrwert für die Aktionäre — und ließ die Vorschläge fallen.

Führungswechsel als zusätzlicher Belastungsfaktor

Die Situation wird durch einen anstehenden Chefwechsel verschärft. CEO Stuart Tonkin hat seinen Rückzug angekündigt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

Elliotts Kritik speist sich aus einer Serie von Gewinnwarnungen im vergangenen Jahr. Schuld waren Probleme in der Verarbeitungsanlage in Kalgoorlie, Westaustralien. Northern Star fiel damit hinter die Konkurrenz zurück.

Die Aktie notiert 34,99 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 19,53 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 12,97 Euro — der aktuelle Kurs bleibt knapp darunter.

Ob Elliott mit seiner Kampagne durchdringt, wird sich erst zeigen. Fest steht: Northern Star steht unter Druck, liefern zu müssen. Der nächste Showdown dürfte nicht lange auf sich warten lassen.

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