Nvidia Aktie: 150 Milliarden Dollar für Taiwan-Zulieferer
30.05.2026 - 23:38:04 | boerse-global.deNach einem historischen Quartalsbericht Mitte Mai hat die Nvidia-Aktie Fahrt verloren. Vom Allzeithoch bei 201,05 Euro ist der Kurs inzwischen fast zehn Prozent entfernt. Zum Wochenschluss notierte das Papier bei 181,40 Euro — ein Minus von rund zwei Prozent in sieben Tagen.
Abkühlung nach Rekordquartal
Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 war beeindruckend. Der Umsatz im Datencenter-Segment kletterte auf 75,2 Milliarden Dollar — ein Plus von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem reagiert der Markt verhalten. Wer so stark wächst, muss auch liefern. Viele Anleger scheinen den Kurs bereits als vollständig bewertet zu betrachten.
Technisch liegt die Aktie knapp sechs Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 36,4 signalisiert, dass der Verkaufsdruck zuletzt überwog. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von fast 49 Prozent.
Vera Rubin: Die nächste Architektur kommt
Nvidia hat die Blackwell-Generation hinter sich gelassen. Die neue Plattform heißt „Vera Rubin". Der R200-Chip basiert auf TSMCs 3-Nanometer-Prozess und nutzt HBM4-Speicher. Die Rechenleistung liegt bei rund 50 Petaflops für FP4-Inferenz.
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Erste Systeme sollen bereits im August 2026 an Kunden gehen. AWS, Google Cloud, Microsoft Azure und Oracle haben Deployments bereits bestätigt. Der offizielle Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Jensen Huang verdoppelt die Taiwan-Wette
Kurz vor dem Computex-Auftritt in Taipeh hat CEO Jensen Huang eine weitreichende Ankündigung gemacht. Nvidia will seine jährlichen Ausgaben bei taiwanischen Zulieferern — allen voran TSMC — auf 100 bis 150 Milliarden Dollar steigern. Bisher lag dieser Wert bei 10 bis 15 Milliarden Dollar jährlich.
Huang plant außerdem einen neuen Firmensitz in Taiwan. Das unterstreicht, wie eng Nvidias Infrastruktur mit dem taiwanischen Halbleiterökosystem verknüpft ist.
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Computex als nächster Katalysator
Die Keynote am Montag in Taipeh gilt als wichtigster Termin der kommenden Woche. Analysten erwarten Details zur eigenständigen CPU-Strategie und zum Software-Stack für die Vera-Rubin-Plattform. Nvidia hat für das zweite Quartal einen Umsatz von 91 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Der Markt will nun konkrete Zeitpläne sehen — für den 3-Nanometer-Übergang und den globalen Ausbau der sogenannten „AI Factories".
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