OECD, Stahlsektor

OECD warnt vor ÜberkapazitĂ€ten im Stahlsektor

Veröffentlicht: 04.06.2026 um 12:25 Uhr, dpa.de

Die Industriestaatenorganisation OECD warnt vor einer Belastung der WeltmĂ€rkte durch ÜberkapazitĂ€ten im Stahlsektor.

Wie es in einem Bericht der in Paris ansĂ€ssigen Organisation heißt, steigen diese ÜberkapazitĂ€ten global weiter an. ZurĂŒckzufĂŒhren sei das auf stĂ€rkere Subventionen in einigen Volkswirtschaften außerhalb der OECD, etwa in China.

Im vergangenen Jahr exportierten chinesische Hersteller demnach 131 Millionen Tonnen Stahl und damit mehr als im gleichen Jahr insgesamt in der EuropĂ€ischen Union produziert wurden. Chinesische Hersteller erhielten deutlich höhere Subventionen als Produzenten in anderen LĂ€ndern, so der Bericht. Die OECD vermutet, dass die ÜberkapazitĂ€ten weltweit bis 2028 bei 745 Millionen Tonnen liegen werden. Das wĂ€ren gut 300 Millionen Tonnen mehr, als derzeit ĂŒberhaupt im OECD-Raum an Stahl produziert werde.

OECD-Chef Mathias Cormann forderte eine stĂ€rkere internationale Zusammenarbeit und gleiche Wettbewerbsbedingungen fĂŒr Stahlhersteller. "StahlĂŒberkapazitĂ€ten werfen fĂŒr alle Probleme auf. Sie verzerren globale MĂ€rkte, belasten die wirtschaftliche Sicherheit und WiderstandsfĂ€higkeit und schaffen Negativanreize fĂŒr Innovation und Nachhaltigkeit."

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