OHB Aktie: Auftragsflut treibt Wachstum
Veröffentlicht am: 21.03.2026 um 02:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Raumfahrtkonzern OHB liefert gleich zwei gewichtige Argumente fĂŒr eine positive GeschĂ€ftsentwicklung. WĂ€hrend die schwedische Tochtergesellschaft den gröĂten Satelliten-Auftrag der nationalen Geschichte an Land zieht, untermauern die frischen Jahreszahlen fĂŒr 2025 den Wachstumskurs. Ein prall gefĂŒlltes Auftragsbuch sichert dabei die mittelfristige Auslastung ab.
Historischer Satelliten-Auftrag
Am Mittwoch sicherte sich OHB Sweden einen Vertrag ĂŒber 248 Millionen Euro fĂŒr das EUMETSAT Polar System (EPS-Sterna). Das Projekt umfasst die Entwicklung und den Bau von insgesamt 20 Kleinsatelliten. Basis fĂŒr diesen Zuschlag war der erfolgreiche âArctic Weather Satelliteâ, den OHB zuvor in einer Zeitspanne von nur drei Jahren als Demonstrator fĂŒr die ESA realisiert hatte.
Ab 2029 sollen die ersten sechs Einheiten ins All starten. Ausgestattet mit modernen Mikrowellen-Radiometern wird die Konstellation detaillierte Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile liefern. Diese Daten dienen der SchlieĂung von BeobachtungslĂŒcken ĂŒber der Arktis und sollen globale Wettervorhersagemodelle spĂŒrbar verbessern.
Starke Bilanz und Milliarden-Polster
Parallel zu diesem operativen Meilenstein prĂ€sentierte die OHB-Gruppe ihre Ergebnisse fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025. Der Gesamtumsatz kletterte deutlich von 1,03 auf 1,24 Milliarden Euro. Auch die ProfitabilitĂ€t zog an. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg auf 125,6 Millionen Euro, wĂ€hrend das EBIT 84,0 Millionen Euro erreichte.
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Besonders bemerkenswert ist das finanzielle Fundament fĂŒr die kommenden Jahre. Der feste Auftragsbestand wuchs deutlich auf insgesamt 3,19 Milliarden Euro an und verteilt sich auf folgende Kernbereiche:
- Space Systems: 2.508 Millionen Euro
- Access to Space: 362 Millionen Euro
- Digital-Segment: 324 Millionen Euro
Dieses organische Wachstum stĂŒtzt sich auf ein robustes Marktumfeld. Die europĂ€ische Raumfahrtindustrie profitiert von einem neuen ESA-Rekordbudget in Höhe von 22,3 Milliarden Euro fĂŒr die Jahre 2026 bis 2028. Gleichzeitig gewinnt der Sektor Verteidigung als Auftraggeber zunehmend an Gewicht. Auf dieser Basis peilt das Management mittelfristig einen durchschnittlichen jĂ€hrlichen Auftragseingang von rund drei Milliarden Euro an.
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