Oracle, Aktie

Oracle Aktie: Japan-Regierungs-Cloud schlägt AWS

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 01:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Oracle gilt als Favorit für eine hochsichere Cloud der japanischen Regierung. Der Aktienkurs steigt, trotz hoher Investitionen und negativem Cashflow.

Oracle Aktie erholt sich dank Milliarden-Deal aus Japan
Abstrakte Darstellung einer Cloud-Computing-Infrastruktur mit Andeutungen eines digitalen Sonnenaufgangs, symbolisierend technologische Innovation und Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein möglicher Milliardenauftrag aus Japan lässt Oracle-Aktionäre aufatmen. Die Aktie legt am Mittwoch um 3,33 Prozent auf 115,92 Euro zu. Erst am Dienstag war das Papier auf ein neues 52-Wochen-Tief von 111,58 Euro gefallen.

Auslöser der Erholung ist ein Bericht der Financial Times. Demnach gilt Oracle als Favorit für den Bau einer hochsicheren Cloud-Infrastruktur für die japanische Regierung. Der Konzern soll dabei vor AWS, Microsoft und Google liegen.

Abgeschottetes Netzwerk für Geheimdienstdaten

Die geplante Cloud soll komplett vom öffentlichen Internet getrennt laufen. Verschlüsselte Hardware-Verbindungen sichern den Datenaustausch zwischen Japan, den USA und weiteren Verbündeten ab. Genutzt werden soll das System für klassifizierte Sicherheitsdaten und Geheimdienstinformationen.

Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Der Auftrag könnte am Ende auch auf mehrere Anbieter verteilt werden. Für Investoren reicht die Nachricht dennoch als greifbarer Hoffnungsschimmer — schließlich hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 30 Prozent verloren.

Cloud-Wachstum trifft auf explodierende Investitionskosten

Die Geschäftszahlen liefern dabei ein zwiespältiges Bild. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Oracle den Umsatz um 20,6 Prozent auf 19,184 Milliarden Dollar. Die Cloud-Sparte OCI wuchs sogar um 93 Prozent auf 5,787 Milliarden Dollar.

Dieses Wachstum kostet allerdings enorm viel Geld. Die Investitionsausgaben lagen im Geschäftsjahr 2026 bei 55,66 Milliarden Dollar — deutlich über der eigenen Prognose von 50 Milliarden Dollar. Oracle baut damit KI-Rechenzentren aus, auch für Partner wie OpenAI.

Die Folge: Der freie Cashflow rutschte auf minus 23,7 Milliarden Dollar ab. Für das Geschäftsjahr 2027 kündigt der Konzern sogar Investitionen von bis zu 95 Milliarden Dollar an. Oracle setzt damit alles auf den Ausbau seiner KI-Rechenkapazität.

Überverkauft und unter Druck

Der langfristige Abwärtstrend bleibt trotz der Erholung deutlich sichtbar. Binnen zwölf Monaten hat die Aktie 42,77 Prozent verloren, vom Rekordhoch bei 280,70 Euro aus dem September 2025 trennen sie inzwischen fast 59 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 164,30 Euro — Oracle notiert damit fast 30 Prozent darunter.

Die technischen Indikatoren sprachen zuletzt allerdings für eine überverkaufte Situation. Der RSI stand bei 30,4 — ein Niveau, das häufig auf eine mögliche Bodenbildung hindeutet. Für Einkommensinvestoren bleibt zudem die nächste Dividendenzahlung relevant: 0,50 Dollar je Aktie, fällig am 24. Juli 2026 für Aktionäre, die am 10. Juli im Bestand waren.

Der mögliche Zuschlag aus Japan verschiebt den Blick der Anleger. Statt auf die hohe Verschuldung und den negativen Cashflow richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf Oracles wachsende Position im hochsicheren Cloud-Geschäft für Regierungen. Ob daraus ein Wendepunkt für die Aktie wird, hängt maßgeblich davon ab, wie die japanische Regierung in den kommenden Wochen entscheidet.

Anzeige

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 16. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | US68389X1054 | ORACLE | boerse | 69776024 |