Ostdeutschland verliert ohne Zuwanderung viele ArbeitskrÀfte
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 11:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat berechnet, dass bis 2045 mehr als ein FĂŒnftel oder 22,4 Prozent der potenziellen ArbeitskrĂ€fte verloren gehen wĂŒrden. Deutschlandweit liegt der Wert bei 17,4 Prozent. Als erwerbsfĂ€hig gelten Menschen im Alter von 15 bis 66 Jahren.
Aktuell leben im Osten laut IW rund 7,7 Millionen Menschen im erwerbsfĂ€higen Alter. Diese Zahl wĂŒrde ohne Zuwanderung auf rund 6 Millionen sinken, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Besonders stark betroffen wĂ€ren Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Pflege, Handwerk, Ărzte - wer besonders fehlen wĂŒrde
"Fehlen einer Region massenhaft ArbeitskrĂ€fte, kann die Wirtschaft die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr leisten", erlĂ€uterten die Wirtschaftsforscher. SpĂŒrbar werde das in Berufen, die sich nur schwer automatisieren lassen - etwa PflegekrĂ€fte, Friseure, Handwerker oder Ărzte.
Der demografische Worst Case wĂ€re es, wenn durch eine sinkende AttraktivitĂ€t der ostdeutschen BundeslĂ€nder eine neue Abwanderungswelle wie in den 1990er Jahren einsetzen wĂŒrde, so das IW: "Dabei droht ein Teufelskreis aus weniger ArbeitskrĂ€ften, weniger Wirtschaftskraft, geringerer AttraktivitĂ€t fĂŒr jĂŒngere Menschen und noch mehr WegzĂŒgen."
