Oxford Square Capital Aktie: Hauptversammlung am 20. August
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 03:38 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der BDC-Spezialist Oxford Square Capital steht vor einem wichtigen Termin: Am 20. August treffen sich die Aktionäre in Greenwich, Connecticut zur Hauptversammlung. Die Vorschläge des Board sind bereits bekannt – und sie enthalten eine personelle Zäsur.
Die Aktionäre wählen zwei Board-Mitglieder und stimmen über den neuen Wirtschaftsprüfer ab. PricewaterhouseCoopers wurde im Mai gefeuert. Ernst & Young soll die Bücher für das laufende Geschäftsjahr prüfen. Das Unternehmen betont, es habe keine Meinungsverschiedenheiten mit PwC gegeben. Die Prüfungsgebühren lagen zuletzt bei rund einer Million Dollar (2025) beziehungsweise 948.000 Dollar (2024).
Operative Schwäche, aber Insider vertrauen
Die Governance-Änderungen überschatten ein schwaches erstes Quartal. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,05 Dollar – die Analysten hatten 0,06 Dollar erwartet. Noch deutlicher fiel der Fehlschlag bei den Gesamteinnahmen aus: Minus 23,5 Millionen Dollar statt der prognostizierten plus 9,8 Millionen.
Trotz dieser Zahlen kaufen die Spitzenmanager zu. CEO Jonathan Cohen und COO Saul Rosenthal erwarben Ende Mai jeweils knapp 145.000 Aktien zum Kurs von 1,15 Dollar. Ein klares Signal des Vertrauens.
Die Dividendenpolitik bleibt intakt. Das Board zahlt bis September monatlich 0,035 Dollar je Anteilsschein aus. Das ergibt einen prozentual hohen zweistelligen Ertrag. Analysten sehen in solchen Ausschüttungen im BDC-Sektor allerdings auch ein Risikosignal – die Nachhaltigkeit der Zahlungen stehe auf dem Prüfstand.
Die Aktie notiert bei 1,29 Euro und damit rund elf Prozent über dem Wert der Vorwoche. Der RSI von 62,2 deutet auf eine leichte Verfassung hin. Doch die Volatilität von 57,6 Prozent zeigt: Hier spekulieren Anleger auf die Trendwende. Der Q2-Bericht Ende Juli wird zeigen müssen, ob die jüngste Erholung Substanz hat.
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