Palantir, Aktie

Palantir Aktie: London sagt Nein

22.05.2026 - 00:02:02 | boerse-global.de

Sadiq Khan blockiert 50-Millionen-Pfund-Vertrag mit der Metropolitan Police. Die Aktie zeigt sich unbeeindruckt und legt leicht zu.

Palantir Aktie: London sagt Nein - Foto: über boerse-global.de
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Ein 50-Millionen-Pfund-Auftrag — geplatzt. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat einen geplanten Vertrag zwischen der Metropolitan Police und Palantir gestoppt, bevor er überhaupt unterzeichnet werden konnte. Die Aktie zeigt sich davon wenig beeindruckt.

Verfahrensfehler als offizieller Grund

Das Büro des Bürgermeisters für Polizei und Kriminalität begründete das Veto formal mit einem Prozessverstoß: Die Met Police habe keine Beschaffungsstrategie zur Genehmigung vorgelegt — ein nach eigenem Bekunden "klarer und schwerwiegender Verstoß" gegen die Verfahrensregeln. Erschwerend kommt hinzu, dass Palantir offenbar der einzige Anbieter war, den die Polizei ernsthaft in Betracht zog. Ein wettbewerbliches Vergabeverfahren hatte schlicht nicht stattgefunden.

Hinter dem formalen Argument steckt jedoch mehr. Khan ließ durch einen Sprecher durchblicken, die Londoner Bevölkerung wolle öffentliche Mittel nur für Unternehmen einsetzen, "die die Werte der Stadt teilen". Das bestehende Vergaberecht lässt solche ethischen Überlegungen als offiziellen Ablehnungsgrund allerdings nicht zu — Khan kündigte an, die Regelung zu gegebener Zeit bei der Regierung anzusprechen.

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Kein Einzelfall, aber kein Einbruch

Palantir und die Met Police kritisierten die Entscheidung gemeinsam. Die Polizei verwies auf den Modernisierungsbedarf und die Notwendigkeit, bestmögliche Technologie einzusetzen. Für Palantir ist es ein verlorener Auftrag von umgerechnet rund 57 Millionen Euro — schmerzhaft, aber kein strukturelles Problem.

Das spiegelt sich im Kurs wider. Die Aktie legte zeitweise um rund 0,7 Prozent auf 138,10 Dollar zu. Investoren gewichten offenbar die breite Kundenbasis höher als einen einzelnen Rückschlag aus London. In Deutschland etwa nutzen die Polizeibehörden in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das Palantir-Analysetool "Gotham" — solche Verträge laufen weiter.

Langfristig relevanter als der Londoner Einzelfall dürfte die wachsende Debatte über Abhängigkeiten von US-Software sein. Angesichts transatlantischer Spannungen diskutieren IT-Fachleute zunehmend, ob gesperrte Datenzugänge oder Fernabschaltungen eines Tages als politisches Druckmittel eingesetzt werden könnten. Für Palantir ist das eine Frage, die nicht aus London kommt — sondern aus dem breiteren geopolitischen Umfeld, in dem das Unternehmen operiert.

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