PayPal, Aktie

PayPal Aktie: Vom Rivalen gejagt

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 12:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Stripe und Advent International bieten 60,50 Dollar je PayPal-Aktie. Die Übernahmepläne sind noch nicht offiziell bestätigt.

PayPal-Aktie: Stripe und Advent International legen Übernahmeangebot vor
Eine abstrakte, atmosphärische Szene, die den Sektor der digitalen Zahlungen darstellt, mit einem Gefühl intensiver Konkurrenz und Verfolgung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der einstige Platzhirsch im Online-Bezahlgeschäft steht plötzlich auf der anderen Seite des Tisches. Stripe, selbst einst als Herausforderer gestartet, will PayPal nun gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent International übernehmen. Aus dem Jäger ist der Gejagte geworden.

Laut Berichten unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen haben Stripe und Advent bereits Anfang Juli ein konkretes Gebot vorgelegt: 60,50 Dollar je PayPal-Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von rund 28 Prozent auf den vorherigen Schlusskurs und einer Gesamtbewertung von mehr als 53 Milliarden Dollar. Verbindliche Finanzierungszusagen von Banken über rund 50 Milliarden Dollar sollen die Offerte absichern.

Warum PayPal zum Ziel wird

Übernahmespekulationen um PayPal kursieren schon länger. Der Konzern kämpft mit schwächerem Wachstum, wachsendem Wettbewerbsdruck und einem angeschlagenen Vertrauen der Anleger. Trotzdem bringt PayPal eine starke Marke, eine breite Kundenbasis und eine zentrale Stellung im globalen Zahlungsverkehr mit — genau die Bausteine, die für Stripe attraktiv sind, um die eigene Marktposition gegenüber anderen Zahlungsanbietern auszubauen. Advent würde parallel Finanzierungserfahrung bei komplexen Transaktionen beisteuern. Beide Partner sollen PayPal dem Vernehmen nach je zur Hälfte übernehmen wollen.

Ein Abschluss noch bis Ende des Monats gilt als Ziel der Bieter, ist aber keineswegs gesichert. Eine offizielle Bestätigung der Gespräche liegt bislang nicht vor — weder PayPal noch Stripe äußerten sich bisher dazu, und auch Advent hielt sich bedeckt. Ob PayPal das Angebot annimmt, verbesserte Konditionen aushandelt oder weitere Interessenten auf den Plan treten, bleibt damit offen.

Für die kommenden Tage dürfte entscheidend sein, ob sich die Gerüchte durch eine offizielle Stellungnahme der beteiligten Unternehmen erhärten. Bis dahin bewegt sich die Aktie im Spannungsfeld zwischen Übernahmefantasie und fehlender Bestätigung.

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