PIMCO EM-ETF: Renditevorsprung
Veröffentlicht am: 13.03.2026 um 16:46 Uhr | Redaktion boerse-global.deSchwellenlĂ€nder-Anleihen haben im vergangenen Jahr die RentenmĂ€rkte der Industrienationen deutlich abgehĂ€ngt. Mit einer Durchschnittsrendite von knapp sieben Prozent boten lokale EM-Papiere einen massiven Aufschlag gegenĂŒber US-Staatsanleihen, die lediglich 4,2 Prozent einbrachten. FĂŒr das Jahr 2026 rĂŒcken nun potenzielle Zinssenkungen in den Fokus, die fĂŒr zusĂ€tzliche Kursgewinne sorgen könnten.
Die Treiber der Outperformance
Ein wesentlicher Faktor fĂŒr den Erfolg im Jahr 2025 war die SchwĂ€che der US-WĂ€hrung. Der Dollar verlor im Jahresverlauf deutlich an Wert, was die AttraktivitĂ€t von Anlagen in LokalwĂ€hrungen steigerte. Marktbeobachter sehen in den stabilen Fundamentaldaten vieler SchwellenlĂ€nder die Basis fĂŒr eine Fortsetzung dieses Trends. Vor allem die Realrenditen â also der Zins nach Abzug der Inflation â liegen in diesen Regionen weiterhin signifikant ĂŒber dem Niveau der entwickelten MĂ€rkte.
Die wichtigsten Kennzahlen des vergangenen Jahres im Ăberblick:
- Rendite EM-Anleihen 2025: 6,9 %
- Rendite US-Anleihen 2025: 4,2 %
- Wertverlust US-Dollar 2025: ca. 9 %
- Gesamtkostenquote (TER): 0,39 % p.a.
Zinssenkungen als Kurstreiber
Anleger richten ihren Blick aktuell besonders auf die Zentralbanken in Brasilien, SĂŒdafrika, Ungarn und Polen. In diesen LĂ€ndern zeichnet sich eine fortschreitende Disinflation ab. Sollten die WĂ€hrungshĂŒter dort im Laufe des Jahres 2026 tatsĂ€chlich die Leitzinsen senken, wĂŒrde dies bei den lokal denominierten Anleihen zu Kurssteigerungen fĂŒhren.
Reicht die AbkĂŒhlung der Inflation in diesen Regionen aus, um die Zentralbanken zu mutigen Zinsschritten zu bewegen? Die Marktteilnehmer preisen dieses Szenario bereits teilweise ein. Ein stabiler oder moderat schwĂ€chelnder US-Dollar wĂ€re die notwendige Flankierung, um den Spielraum fĂŒr diese Lockerungen zu vergröĂern und WĂ€hrungsrisiken fĂŒr auslĂ€ndische Investoren zu begrenzen.
Strategie gegen Ăberschuldung
Der PIMCO Emerging Markets Advantage Local Bond Source UCITS EUR ETF setzt bei der Auswahl auf einen spezifischen Ansatz. Statt LĂ€nder nach ihrer absoluten Schuldenlast zu gewichten, orientiert sich der zugrunde liegende Index am Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die maximale Gewichtung pro Land ist dabei auf 15 Prozent begrenzt.
Dieses Verfahren zielt darauf ab, das Klumpenrisiko hochverschuldeter Staaten im Portfolio zu minimieren. Mit einer Gesamtkostenquote von 0,39 Prozent pro Jahr ist der in Irland aufgelegte Fonds derzeit die kostengĂŒnstigste Option, um diesen speziellen BIP-gewichteten Index abzubilden.
Die Kombination aus hohen Kupons und der Aussicht auf WĂ€hrungsgewinne stĂŒtzt die Anlageklasse auch im laufenden Jahr. Die SchwellenlĂ€nder profitieren von ihrer fiskalischen Disziplin, wĂ€hrend der US-Dollar nach der Korrektur des Vorjahres eine Phase der Stabilisierung anstrebt.
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