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Planet Labs: Startvertrag mit Isar Aerospace

Veröffentlicht: 03.07.2026 um 19:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Planet Labs schließt strategischen Startvertrag mit Isar Aerospace für einen in Deutschland gefertigten Pelican-Satelliten.

Planet Labs: Startvertrag mit Isar Aerospace für deutschen Satelliten
Eine Startrampe für Raketen in der Dämmerung, mit subtilen Lichtspuren, die einen Start andeuten. Die Szene vermittelt Fortschritt und Innovation. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Planet Labs setzt auf europäische Raumfahrtkompetenz. Das Erdbeobachtungsunternehmen hat einen strategischen Startvertrag mit Isar Aerospace geschlossen, um einen Pelican-Satelliten ins All zu bringen. Die Mission ist in mehrfacher Hinsicht besonders.

Deutsche Premiere im Orbit

Erstmals wird ein deutsch gebauter Satellit mit einer deutschen Rakete starten. Der rund 200 Kilogramm schwere Pelican-Satellit wird im Berliner Werk von Planet Labs montiert. Der Start erfolgt vom Andøya Weltraumbahnhof in Norwegen – und das innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Planet Labs baut seine europäische Präsenz parallel aus. In Berlin sollen bis zu 70 neue Stellen entstehen, um die lokale Fertigung zu unterstützen. Isar Aerospace wiederum hat seine Spectrum-Rakete entwickelt, die in der Münchner Fabrik auf eine Jahresproduktion von 40 Exemplaren ausgelegt ist. Das schafft eine verlässliche Pipeline für künftige Nutzlasten.

Rückenwind von der Börse

Die Nachricht kommt während einer dynamischen Phase. Seit Anfang Juli 2026 ist Planet Labs in den Russell 1000 und den Russell Midcap Index aufgenommen. Indexaufnahmen führen bei passiven Fonds meist zu verstärkten Käufen – ein positiver Impuls für die Aktie.

Finanziell läuft es ebenfalls rund. Der Umsatz stieg im jüngsten Quartal um 42,1 Prozent auf 94,15 Millionen US-Dollar. Der Auftragsbestand wuchs um 72 Prozent auf rund 906 Millionen US-Dollar. Dazu tragen Regierungsaufträge bei, darunter Vereinbarungen mit der US-Geheimdienstbehörde NGA, der US-Marine und ein 240-Millionen-Euro-Deal mit deutschen Stellen.

Kurs und Ausblick

Die Aktie notiert bei 27,40 Euro – 14 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 57 Prozent, vom 52-Wochen-Hoch bei 46,60 Euro bleibt die Aktie aber 41 Prozent entfernt.

Der Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr liegt zwischen 425 und 441 Millionen US-Dollar. Kapitalintensiv bleibt das Raumfahrtgeschäft dennoch: Ein Aktienplatzierungsprogramm über 1,5 Milliarden US-Dollar soll den Ausbau der Fertigung finanzieren. Analysten erwarten eine nachhaltige Profitabilität frühestens 2028. Der nächste Quartalsbericht im September dürfte zeigen, ob Planet Labs auf diesem Weg bleibt.

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