Plug Power Aktie: 22 Prozent Umsatzwachstum im Q1
Veröffentlicht: 14.05.2026 um 11:55 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Plug Power springt heute um fast zehn Prozent auf 3,32 Euro. Auf Jahressicht steht sogar ein massives Plus von 356 Prozent auf der Kurstafel. Soweit so gut. Allerdings trübt eine neue juristische Untersuchung die Feierlaune. Die Shareholders Foundation prüft mögliche Pflichtverletzungen des Vorstands.
Die juristische Baustelle
Im Zentrum der Ermittlungen stehen frühere öffentliche Aussagen des Managements. Die Prüfer wollen klären, ob diese falsch oder irreführend waren. Der Hintergrund ist das turbulente Jahr 2025. Damals brach der Umsatz ein. Der Nettoverlust wuchs auf über zwei Milliarden US-Dollar.
Obendrein stoppte Plug Power mehrere geplante Produktionsanlagen. Das gefährdete ein milliardenschweres Darlehen des US-Energieministeriums. Im März 2026 zog der Aufsichtsrat schließlich die Reißleine. Jose Luis Crespo übernahm den Posten des Vorstandschefs von Andrew Marsh.
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Operatives Geschäft zieht an
Trotz der rechtlichen Störgeräusche liefert das neue Management erste Erfolge. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 22 Prozent auf rund 164 Millionen Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich spürbar auf minus 13 Prozent. Höhere Verkaufsvolumina und geringere Kosten zeigen Wirkung.
Ein zentraler Treiber ist das Geschäft mit Elektrolyseuren. Hier kletterten die Erlöse auf knapp 41 Millionen Dollar. Parallel dazu laufen die eigenen Wasserstoffwerke in drei US-Bundesstaaten im Regelbetrieb. Sie produzieren nun 40 Tonnen flüssigen Wasserstoff pro Tag. Das senkt die Abhängigkeit von teuren Drittanbietern.
Frisches Kapital im Fokus
Finanziell hat das Unternehmen einen Puffer von 802 Millionen Dollar an Barmitteln. Um die Liquidität weiter zu stärken, verkauft Plug Power Unternehmensteile. Diese Verkäufe sollen im laufenden Jahr rund 275 Millionen Dollar einbringen.
Ein erster großer Schritt steht unmittelbar bevor. Im Juni schließt Plug Power voraussichtlich einen Deal mit Stream Data Centers ab. Das bringt 142 Millionen Dollar in die Kasse. Für CEO Crespo ist der Fahrplan klar. Bis zum vierten Quartal 2026 will er ein positives operatives Ergebnis (EBITDAS) erreichen.
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