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POET Technologies Aktie: Frist bis 29. Juni

Veröffentlicht: 29.06.2026 um 09:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Frist zur Benennung eines Hauptklägers in der Sammelklage gegen POET Technologies läuft heute ab. Das Unternehmen steht zwischen Rechtsrisiken und KI-Wachstum.

POET Technologies: Frist für Sammelklage-Hauptkläger endet
Abstrakte Darstellung einer Frist oder eines kritischen Zeitpunkts in der Halbleiterindustrie mit einem Gefühl der Dringlichkeit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

POET Technologies steht vor einem entscheidenden Stichtag. Die Anwaltskanzlei Rosen Law Firm sucht bis zum heutigen 29. Juni einen Hauptkläger für eine Sammelklage. Das rechtliche Risiko überschattet aktuell das operative Geschäft. Die KI-Fotonik-Firma muss sich gegen Vorwürfe irreführender Aussagen wehren.

Vorwürfe belasten den Kurs

Die Klage umfasst den Zeitraum vom 1. bis zum 27. April 2026. Im Zentrum stehen angebliche Falschaussagen zum US-Steuerstatus des Unternehmens. Ein Manager soll durch öffentliche Kommentare eine Geschäftsvereinbarung verletzt haben. Investoren fordern nun Schadensersatz für erlittene Kursverluste.

KI-Fantasie und Millionenaufträge

Operativ treibt POET Technologies den Ausbau seiner KI-Infrastruktur voran. Im Mai meldete das Unternehmen einen ersten Auftrag von Lumilens. Dieser hat einen Wert von 50 Millionen US-Dollar. Langfristig könnte das Volumen auf 500 Millionen Dollar anwachsen.

Um das Wachstum zu finanzieren, sammelte der Konzern kürzlich frisches Kapital ein. Eine direkte Aktienplatzierung brachte rund 400 Millionen Dollar in die Kasse. Mit dem Geld baut POET seine Produktionskapazitäten massiv aus. Die Fertigung von Wafern soll sich bis 2027 verzehnfachen.

Um künftige Steuerprobleme zu vermeiden, zieht das Management Konsequenzen. Der Hauptsitz wird in die USA verlegt.

Extreme Kursschwankungen

An der Börse sorgt die Mischung aus KI-Hoffnung und Klagerisiko für heftige Ausschläge. Die annualisierte Volatilität liegt bei extremen 128 Prozent. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier 22 Prozent an Wert. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 8,26 Euro.

Das Bild auf lange Sicht sieht anders aus. Seit Jahresbeginn steht noch immer ein Plus von knapp 35 Prozent auf der Kurstafel. Die Aktie notiert damit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 6,68 Euro.

Der heutige Stichtag für den Hauptkläger markiert den nächsten formellen Schritt im Rechtsstreit. Bis das Gericht über die Zulassung der Klage entscheidet, bleibt die Unsicherheit hoch. Anleger müssen sich auf weitere abrupte Richtungswechsel einstellen.

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