Polens PrÀsident unterzeichnet Spritpreispaket
27.03.2026 - 20:33:16 | dpa.deAuĂerdem soll kĂŒnftig ein maximaler Kraftstoff-Einzelhandelspreis gelten, der tĂ€glich von der Regierung festgelegt wird. PrĂ€sident Karol Nawrocki unterzeichnete am Abend zwei entsprechende Gesetzesnovellen der Mitte-Links-Regierung von Donald Tusk, die zuvor vom Parlament gebilligt worden waren. Dies teilte Nawrockis Sprecher auf X mit.
Die Gesetze sehen eine Senkung der Mehrwertsteuer fĂŒr Treibstoffe von bislang 23 Prozent auf 8 Prozent vor. AuĂerdem erhĂ€lt der Energieminister die Möglichkeit, bis Ende Juni die Höhe der Energiesteuer auf Treibstoff zu reduzieren. Die Regierung hat bereits eine Senkung auf das nach EU-Recht zulĂ€ssige Minimum von umgerechnet knapp sieben Cent pro Liter Benzin und Diesel angekĂŒndigt.
Preissenkung schon vor Ostern geplant
Ăberdies soll kĂŒnftig ein maximaler Kraftstoff-Einzelhandelspreis gelten, der tĂ€glich vom Energieminister auf der Grundlage der durchschnittlichen GroĂhandelspreise und der Betriebskosten der gröĂten Lieferanten festgelegt wird. VerstöĂe können mit GeldbuĂen von umgerechnet bis zu 230.000 Euro geahnt werden.
Regierungschef Donald Tusk sagte, er rechne eher mit einer Eskalation der Situation im Nahen Osten als mit einer Beruhigung. Daher gehe man auch nicht davon aus, dass sich die Lage auf dem Treibstoffmarkt bald verbessere.
Die niedrigeren Treibstoffpreise sollen nach PlĂ€nen der Regierung bereits vor Karfreitag greifen. Man habe das Spritpreispaket schnell verabschiedet, da mit den Ostertagen auch höhere ReiseaktivitĂ€t bevorstehe, was fĂŒr viele Familien höhere Kosten bedeute, sagte Tusk.
Polens Regierung will ein Auge auf Tanktourismus haben
In Polen ist Treibstoff grundsĂ€tzlich sehr viel billiger als in Deutschland. Dies hatte kurz nach Beginn des Kriegs im Nahen Osten fĂŒr erheblichen Tanktourismus in den Grenzregionen gesorgt. Doch auch in Deutschlands Nachbarland sind die Preise in den letzten Wochen sehr stark gestiegen. Dies geht aus den Daten der EU-Kommission hervor, die einmal pro Woche Durchschnittspreise fĂŒr die LĂ€nder veröffentlicht.
Die aktuellsten Zahlen stammen vom Montag, sie weisen fĂŒr Superbenzin im Vergleich zum letzten Montag vor Kriegsbeginn einen Anstieg um rund 31 Cent pro Liter aus, fĂŒr Diesel ein Plus von rund 57 Cent. Das sind Ă€hnliche Preisanstiege wie in Deutschland.
Tusk betonte bereits am Donnerstag, derzeit seien keine BeschrĂ€nkungen beim Kraftstoffverkauf geplant. Allerdings werde die Regierung den Markt im Hinblick auf ein mögliches Auftreten von Tanktourismus beobachten. Sollte dieser zunehmen, sei die EinfĂŒhrung zusĂ€tzlicher GegenmaĂnahmen möglich, kĂŒndigte der MinisterprĂ€sident an.
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