Porsche, Holding

Porsche Holding Aktie: 500 Jobs gestrichen

09.05.2026 - 04:25:57 | boerse-global.de

Porsche stoppt defizitäre Töchter, baut über 500 Stellen ab und strafft den Vorstand, um die Finanzen zu stabilisieren.

Porsche Holding Aktie: 500 Jobs gestrichen - Foto: über boerse-global.de
Porsche Holding Aktie: 500 Jobs gestrichen - Foto: über boerse-global.de

Porsche zieht die Reißleine. Angesichts schwacher Absatzzahlen in China und steigender Kosten ordnet das Unternehmen sein Geschäft radikal neu und trennt sich von defizitären Randbereichen.

Fokus auf das Kerngeschäft

Bis zum zweiten Quartal 2026 stellt das Unternehmen drei spezialisierte Tochtergesellschaften ein. Betroffen sind die Batteriezelleinheit Cellforce, die E-Bike-Sparte sowie der Softwareentwickler Cetitec. Dieser Schritt führt zum Abbau von mehr als 500 Arbeitsplätzen in Deutschland und Kroatien.

CEO Michael Leiters bezeichnete die Maßnahmen als schmerzhaft, aber notwendig für die finanzielle Stabilität. Im ersten Quartal 2026 sanken die Gewinne weiter. Der Fokus liegt nun verstärkt auf Kostendisziplin und den traditionellen Stärken der Marke.

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Schlankere Führung und Software-Integration

Die Führungsebene wird parallel dazu gestrafft. Der Vorstand schrumpft von acht auf sieben Mitglieder. Im gleichen Schritt löst das Unternehmen das eigenständige Ressort Car-IT auf.

Die Software-Aufgaben wandern ab dem dritten Quartal 2026 direkt in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung unter Michael Steiner. IT-Vorstand Sajjad Khan verlässt das Unternehmen in den kommenden Wochen. Er bleibt Porsche jedoch über künftige Software-Partnerschaften verbunden.

Lücke im Modellportfolio

Strategisch steht Porsche vor einer Durststrecke beim wichtigen Volumenmodell Macan. Die Produktion des Verbrenners endet im Sommer 2026. Ein direkter Nachfolger mit klassischem Antrieb ist laut aktueller Planung erst für 2028 vorgesehen.

Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche spricht von einer herausfordernden Transformationsphase. An der Börse markierte die Aktie am Freitag einen Schlusskurs von 3,08 Euro. Mit einem Minus von 23 Prozent seit Jahresbeginn und einem Relative-Stärke-Index von 15,5 notiert das Papier technisch im tief überverkauften Bereich. Investoren wägen nun ab, ob die Kostensenkungen ausreichen, um die zweijährige Lücke im Macan-Portfolio zu überbrücken.

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