Postenwechsel in Kiew: Nato erwartet keine KursÀnderung
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 13:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRutte sagte der Deutschen Presse-Agentur in BrĂŒssel, er gehe davon aus, dass der nĂ€chste Verteidigungsminister der kĂŒnftigen Regierung unter PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Kurs von Mychajlo Fedorow fortsetzen werde. Im Abwehrkampf gegen die russischen Invasionstruppen stĂŒnden die Ukrainer heute deutlich besser da als noch Anfang des Jahres.
"Schauen Sie sich die Front an: Die Russen erzielen zwar weiterhin kleinere GelĂ€ndegewinne, aber deutlich geringere als noch vor vier oder fĂŒnf Monaten", sagte er. Gleichzeitig gelinge es auch den Ukrainern, den Russen wieder GelĂ€nde abzunehmen.
Rutte verwies zudem darauf, dass die Ukrainer den russischen StreitkrĂ€ften nach wie vor Monat fĂŒr Monat erhebliche Verluste zufĂŒgten, die zwischen 25.000 und 35.000 Toten oder Verwundeten lĂ€gen. "Wenn Sie ein junger russischer Mann sind und darĂŒber nachdenken, sich dem Krieg anzuschlieĂen, könnten Sie schon in diesem oder im nĂ€chsten Monat zu diesen rund 30.000 gehören", warnte er in Richtung Russland.
Zugleich sei die Ukraine erfolgreich damit, Ziele tief im russischen Hinterland anzugreifen - etwa Energieinfrastruktur und die russische RĂŒstungsindustrie. "Insofern steht die Ukraine heute deutlich besser da", sagte er.
Mit Fedorow habe er eine gute Arbeitsbeziehung gehabt, fĂŒgte Rutte hinzu. Er sei ĂŒberzeugt, dass auch sein Nachfolger diesen Weg weitergehen wird.
