Prien, Ganztagsbetreuung

Prien: Ganztagsbetreuung ab 1. August ist Bildungschance

Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 11:12 Uhr | dpa.de

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 1. August ist nach EinschĂ€tzung von Bundesministerin Karin Prien fĂŒr viele Kinder eine Chance auf schulischen Erfolg.

"Kinder, deren Familien sich keine Nachhilfe oder teure Freizeitangebote leisten können, erhalten hier UnterstĂŒtzung und vielfĂ€ltige Möglichkeiten, ihre Talente zu entfalten", erklĂ€rte die CDU-Politikerin in Berlin. Mit dem neuen Rechtsanspruch wĂŒrden diese Chancen Schritt fĂŒr Schritt allen Kindern offenstehen - "unabhĂ€ngig von ihrer Herkunft oder ihrem Wohnort".

Der 2021 beschlossene Rechtsanspruch auf bis zu acht Stunden Betreuung pro Tag gilt ab dem neuen Schuljahr zunĂ€chst fĂŒr ErstklĂ€ssler. Praktisch heißt das: Die Jungen und MĂ€dchen gehen nachmittags in den Hort und werden dort betreut, sowohl bei Hausaufgaben als auch bei Spiel und Sport. Bis 2029 soll der Anspruch schrittweise bis zur vierten Klasse ausgeweitet werden. Allerdings fehlen dafĂŒr - regional unterschiedlich verteilt - nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft noch Zehntausende PlĂ€tze.

Bundesbildungsministerin Prien hatte zuletzt selbst um Geduld geworben. Die Voraussetzungen der BundeslĂ€nder bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs seien unterschiedlich, sagte sie im Juni. "Da bin ich pragmatisch, da können wir nicht ĂŒberall von Beginn an die gleiche QualitĂ€t erreichen." Gleichwohl nannte sie jetzt das Inkrafttreten des Rechtsanspruchs einen Meilenstein.

Schon heute sind nach Angaben aus Priens Ministerium drei von vier Grundschulen Ganztagsschulen. Rund 1,9 Millionen Grundschulkinder wĂŒrden ganztĂ€gig betreut - 57 Prozent der Altersgruppe. Der Bund helfe den LĂ€ndern bis 2029 mit 3,5 Milliarden Euro fĂŒr Investitionen und beteilige sich darĂŒber hinaus dauerhaft an den Betriebskosten, betonte die Ministerin.

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