ProShares Supply Chain Logistics ETF: Strait of Hormuz belastet Sektor
22.04.2026 - 08:14:30 | boerse-global.de
Blockaden in der Straße von Hormus und rasant steigende Dieselpreise fordern die Logistikbranche heraus. Dennoch halten sich die Kurse im Sektor vergleichsweise stabil. Der ProShares Supply Chain Logistics ETF beendete den März bei einem Stand von 41,82 US-Dollar.
Damit notiert der Fonds zwar unter seinem Jahreshoch von knapp 46 Dollar. Er schlägt sich aber besser als der Marktdurchschnitt. Während ähnliche Produkte Verluste von fast neun Prozent verbuchten, hielten sich die Rücksetzer hier in Grenzen.
Einkommensinvestoren erhielten Ende März eine Ausschüttung von 0,1120 Dollar je Anteil. Die Dividendenrendite der vergangenen zwölf Monate liegt damit bei rund drei Prozent. Das sorgt für einen gewissen Puffer.
Energiepreise belasten die Margen
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wirken sich direkt auf die Transportkosten aus. Innerhalb einer Woche sprangen die Dieselpreise in den USA um fast einen Dollar pro Gallone nach oben.
Die Folge: Höhere Betriebskosten für die Unternehmen im Portfolio. Trotzdem bleibt die Nachfrage nach Frachtleistungen auf dem höchsten Stand seit Ende 2024. Die US-Industrie wuchs im März den dritten Monat in Folge.
Konsolidierung und Automatisierung
Große Player im Sektor investieren massiv in Technik. Home Depot kaufte Mitte April den Automatisierungsspezialisten Simpl Automation. Damit will der Konzern seine Lagerprozesse effizienter gestalten.
Parallel dazu plant der Lebensmittelgroßhändler Sysco eine Milliardenübernahme. Das Unternehmen bietet über 29 Milliarden Dollar für Jetro Restaurant Depot. Der Deal soll den Zugang zu neuen Vertriebskanälen sichern.
Der ETF bildet diese Entwicklungen durch eine starke Gewichtung von Industrieaktien ab. Zu den größten Positionen gehören FedEx und Old Dominion Freight Line. Analysten hoben ihre Gewinnerwartungen für die Branche im April um vier Prozent an.
Im Juni steht die halbjährliche Neugewichtung des Index an. Dann wird das Portfolio an die aktuelle Marktlage angepasst. Bis dahin entscheiden vor allem die Treibstoffpreise und die Sicherheit der Handelsrouten über den weiteren Verlauf.
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