Proteste gegen Mercedes-SparplÀne am Werk in Hamburg
Veröffentlicht: 03.07.2026 um 14:37 Uhr, dpa.deNach Angaben der Industriegewerkschaft Metall KĂŒste beteiligten sich rund 300 BeschĂ€ftigte an einem Protest am Hamburger Werk.
Ein Gewerkschaftssprecher berichtete, es habe sich nicht um einen Streik gehandelt. Ein Streik sei nicht erlaubt gewesen, weil es einen bestehenden Tarifvertrag mit dem Unternehmen gebe.
Ein Mercedes-Sprecher sagte, die Produktion im Hamburger Werk habe sich wegen der Aktion zeitweise verlangsamt. Der RĂŒckstand könne aber schnell wieder aufgeholt werden. Laut Website arbeiten rund 1.900 BeschĂ€ftigte in dem 1935 gegrĂŒndeten Werk im Bezirk Harburg.
Im Juni ist bekanntgeworden, dass Mercedes-Benz eine tarifliche Sonderzahlung fĂŒr einen GroĂteil der BeschĂ€ftigten auf das nĂ€chste Jahr verschoben hat. TarifvertrĂ€ge sehen ĂŒblicherweise solche Ausnahmen vor.
AuĂerdem wird bei dem Autobauer ĂŒber die Arbeitszeit debattiert. Derzeit sind 35 Stunden in der Woche Standard. Nach Aussage von Aufsichtsratschef Martin BrudermĂŒller sollten 40 Stunden in der Woche gearbeitet werden.
