Pyramid Aktie: Auftragsboom bei KI-Servern
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 14:57 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Verlust, der gröĂer ist als der eigene Börsenwert â und trotzdem klettert das operative GeschĂ€ft zweistellig. Bei der Pyramid AG passen Bilanz und GeschĂ€ftsentwicklung auf den ersten Blick nicht zusammen. Wer genauer hinschaut, erkennt allerdings zwei getrennte Geschichten: eine bereinigte Vergangenheit und eine vielversprechende Gegenwart.
Der Verlust erklÀrt sich aus der Vergangenheit
FĂŒr 2025 weist der MĂŒnchen AG einen Jahresfehlbetrag von 15,09 Millionen Euro aus. Das liegt ĂŒber der aktuellen Marktkapitalisierung von 13,55 Millionen Euro. Der Grund liegt jedoch nicht im operativen GeschĂ€ft, sondern in der Entkonsolidierung der frĂŒheren Tochter Faytech International, die allein 8,83 Millionen Euro der Belastung ausmacht.
Rechnet man diese Sondereffekte heraus, bleibt ein bereinigtes Konzern-EBITDA von 2,4 Millionen Euro â nach 3,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 74,2 Millionen Euro, von 68,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Eigenkapitalquote blieb mit 53,6 Prozent nahezu stabil.
KI-Server treiben das erste Halbjahr 2026
Deutlich spannender liest sich der Blick nach vorn. Die operative Tochter Pyramid Computer GmbH erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von rund 40,3 Millionen Euro â ein Plus von ĂŒber zehn Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Auf das zweite Quartal entfielen davon 22,6 Millionen Euro, nach 17,7 Millionen Euro im ersten Quartal.
Treiber der Entwicklung ist die hohe Nachfrage nach Servern, KI-Servern und Storage-Lösungen. Das EBITDA der Pyramid Computer GmbH lag im ersten Halbjahr bei etwa 1,9 Millionen Euro, davon 1,7 Millionen Euro allein im zweiten Quartal â ein deutlicher Sprung in der ProfitabilitĂ€t gegenĂŒber dem Vorquartal.
Untermauert wird der Aufschwung durch den Auftragseingang: Im ersten Quartal 2026 verbuchte Pyramid mit 26,9 Millionen Euro einen Rekordwert, getrieben von zahlreichen Neukundengewinnen. Vorstandschef Andreas Empl verweist zudem auf eine aktuelle Auftragseingangs-Run-Rate von mehr als 100 Millionen Euro, die auch fĂŒr das zweite Halbjahr 2026 Zuversicht stiftet.
Mit dem nun veröffentlichten testierten Konzernabschluss ist die Entkonsolidierung der internationalen faytech-Töchter abgeschlossen. Das Management kann sich damit ohne weitere Sonderbelastungen auf das europĂ€ische KerngeschĂ€ft und internationale GroĂkunden konzentrieren â und auf die Frage, ob sich der starke Auftragseingang auch im zweiten Halbjahr 2026 in Umsatz und Ergebnis niederschlĂ€gt.
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