RĂ€tsel, Flug

RĂ€tsel um Flug MH370: Suche wird Ende Dezember fortgesetzt

Veröffentlicht am: 03.12.2025 um 06:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Suche nach dem Wrack des vor elfeinhalb Jahren verschollenen Fluges MH370 der Malaysia Airlines wird noch in diesem Jahr fortgesetzt.

Die Spezialfirma Ocean Infinity werde ihre Operation im Indischen Ozean am 30. Dezember wieder aufnehmen, teilte das malaysische Verkehrsministerium mit.

Die Suche werde mit Unterbrechungen insgesamt 55 Tage durchgefĂŒhrt und soll sich auf bestimmte Gebiete konzentrieren, in denen die Wahrscheinlichkeit, das Wrack zu finden, am höchsten ist. Die Regierung in Kuala Lumpur und Ocean Infnity hatten zuvor eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Ungelöstes RÀtsel

Das Flugzeug war am 8. MĂ€rz 2014 auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwunden und aus unbekanntem Grund vom Kurs abgewichen, wie sich spĂ€ter anhand von technischen Signalen rekapitulieren ließ.

Bis heute wurden nur ein paar Dutzend Wrackteile an verschiedenen KĂŒsten angeschwemmt. Vom Hauptrumpf des Flugzeugs, den 239 Insassen aus 14 LĂ€ndern und dem Flugrekorder fehlt weiter jede Spur. Das Verschwinden der Maschine gehört zu den grĂ¶ĂŸten Mysterien der Luftfahrtgeschichte.

Wie und wo wird gesucht?

Das Unternehmen mit Sitz in den USA und Großbritannien hatte bereits im Februar eine neue Suche mit Hilfe eines Tiefsee-Versorgungsschiffs und autonomer Unterwasserfahrzeuge (AUVs) gestartet, mit denen der Meeresboden nach Spuren der vermissten Boeing US0970231058 777 abgesucht werden sollte.

Die Suchaktion fand Berichten zufolge etwa 1.500 Kilometer vor der KĂŒste von Perth in Westaustralien statt. Ocean Infinity wollte sich auf ein Gebiet von rund 15.000 Quadratkilometern und vier "Hotspots" konzentrieren, an denen das Wrack nach Ansicht von Forschern am wahrscheinlichsten zu finden sein könnte.

Im April wurde die Suche aber zunĂ€chst ausgesetzt. Als Grund gab das Verkehrsministerium schlechte Wetterbedingungen an. Schon damals hieß es aber, die Operation solle gegen Jahresende fortgesetzt werden.

Geld nur im Erfolgsfall

Ocean Infinity hatte einen "Kein Fund, keine Bezahlung"-Deal mit der Regierung in Kuala Lumpur ausgehandelt und wird fĂŒr die Mission nur dann entlohnt, falls die Maschine gefunden wird. Das Unternehmen war schon Teil einer frĂŒheren, erfolglos verlaufenen Suche im Jahr 2018.

Die neue Operation soll Regionen umfassen, die zuvor nicht abgedeckt worden waren. Es könnte die letzte Suche nach dem Wrack sein - und somit die letzte Chance fĂŒr die Angehörigen, Antworten auf ihre viele Fragen zu erhalten. Hoffnung aber gibt es, denn bei anderen Suchaktionen war Ocean Infinity bereits erfolgreich: So hatten unter anderem Mini-Unterwasserfahrzeuge 2018 das im Jahr zuvor verschollene argentinische U-Boot "ARA San Juan" vor der KĂŒste Patagoniens aufgespĂŒrt.

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