Rayse, RAE

Rayse RAE: KI-Assistent revolutioniert die Arbeit von Immobilienmaklern

10.03.2026 - 11:49:54 | boerse-global.de

Das Prop-Tech-Unternehmen Rayse lanciert einen KI-Assistenten, der Maklerarbeit per Spracheingabe erledigt und dabei auf eine datenschutzkonforme, hauseigene Architektur setzt.

Rayse RAE: KI-Assistent revolutioniert die Arbeit von Immobilienmaklern - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Rayse RAE: KI-Assistent revolutioniert die Arbeit von Immobilienmaklern - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Ein neuer KI-Assistent soll den Arbeitsalltag von Immobilienmaklern von Grund auf verĂ€ndern. Das Prop-Tech-Unternehmen Rayse stellte am 9. MĂ€rz 2026 seine konversationale KĂŒnstliche Intelligenz RAE (Rayse Assistant Engine) vor. Integriert in die hauseigene Agenten-Plattform, fungiert RAE als virtueller Assistent auf dem Smartphone. Makler können nun ihre gesamte Arbeit – von der Protokollierung von Besichtigungen bis zur Aktualisierung des Kundenstatus – per Sprachbefehl oder Chat erledigen. Das Ziel: Die lĂ€stige manuelle Dateneingabe in Online-Portale gehört der Vergangenheit an.

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Vom starren Portal zum flexiblen GesprÀchspartner

Bislang zwang Immobiliensoftware die Nutzer oft in rigide Workflows mit Formularen und manuellen EintrÀgen. RAE kehrt dieses Prinzip um. Die KI passt sich dem unvorhersehbaren Tagesablauf eines Maklers an.

Ein komplexer Vormittag mit Besichtigungen, FinanzierungsgesprĂ€chen und Marktanalysen lĂ€sst sich in einer einzigen Sprachnachricht zusammenfassen. RAE zerlegt diese natĂŒrliche Sprache, kategorisiert die Aufgaben, misst ihre Dauer und aktualisiert automatisch den Kundenfortschritt. Kritische, aber unsichtbare Arbeiten – wie die Abstimmung mit Gutachtern oder die Vorbereitung eines Objekts – werden so dokumentiert, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen. Der lĂ€stige Login in ein Dashboard entfĂ€llt.

Unternehmens-Architektur mit Fokus auf Datenschutz

Ein Kernpunkt der AnkĂŒndigung ist die hauseigene Architektur. Rayse entwickelte die KI-Engine intern und verzichtete auf Fremdanbieter. Die Modelle laufen auf der eigenen Backend-Infrastruktur und nutzen Amazon Web Services Bedrock in einer geschlossenen Cloud-Umgebung.

Laut aktualisierter Datenschutzdokumentation verlassen keine Agenten- oder Kundendaten jemals die Rayse-Plattform. Konversationen werden nicht an Drittanbieter weitergegeben oder zum Training externer KI-Modelle genutzt. Diese „LLM-agnostische“ Architektur soll maximale FlexibilitĂ€t fĂŒr kĂŒnftige KI-Entwicklungen bieten, bei gleichbleibend hohen Sicherheitsstandards – ein entscheidendes Argument fĂŒr datensensible Immobilienunternehmen.

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Mehr Transparenz schafft mehr Vertrauen

Die Grundidee der Rayse-Plattform ist es, die oft unsichtbare Arbeit der Makler fĂŒr ihre Kunden sichtbar zu machen. RAE automatisiert genau diese Transparenz.

Wenn ein Makler per Sprachbefehl protokolliert, dass er eine Garage fegt, GlĂŒhbirnen wechselt oder Verhandlungen vorbereitet, erscheinen diese AktivitĂ€ten in Echtzeit im Kundenportal. Das behebt ein großes Problem: Viele KĂ€ufer und VerkĂ€ufer haben keine Vorstellung vom administrativen Aufwand ihres Maklers. Indem die Plattform automatisch professionelle AktivitĂ€tsberichte generiert, hilft sie Maklern, ihren Mehrwert klar zu kommunizieren und Vertrauen aufzubauen.

Verbreitung durch Bildung statt Verkauf

Rayse vertreibt seine Software ĂŒber Partnerschaften mit US-amerikanischen Multiple Listing Services (MLS) und ImmobilienverbĂ€nden, zuletzt mit Heartland MLS und OneKey MLS.

Die EinfĂŒhrung von RAE folgt einer Philosophie des „Bildungs-Marketings“. Statt auf Produkten-demonstrationen setzt das Unternehmen auf professionelle Weiterbildung. Dazu gehören virtuelle Masterclasses mit BranchengrĂ¶ĂŸen, wie einer Session zur KI-Implementierung mit der Immobilientrainerin Marki Lemons Ryhal im Januar 2026. Die Strategie von Co-CEO Christian Dwiggins: Echte Probleme lösen und Kompetenz vermitteln – dann folgt die Nutzung der Software von selbst.

Branchenwende zu natĂŒrlichen Schnittstellen

Die EinfĂŒhrung von RAE spiegelt einen lang erwarteten Trend in der Prop-Tech-Branche wider: den Wechsel zu natĂŒrlichen Sprachschnittstellen. Bisher litten viele Transaktions-Management-Tools unter niedrigen Nutzungsraten, weil der administrative Aufwand den Nutzen ĂŒberwog.

Rayse attackiert diesen Schmerzpunkt direkt. Erste Berichte deuten auf steigende Engagement-Zahlen im Partnernetzwerk hin. Branchenbeobachter bestÀtigen: Tools, die die mobile, unvorhersehbare RealitÀt des Makleralltags in den Mittelpunkt stellen, haben deutlich höhere Chancen auf dauerhafte Nutzung als klassische Desktop-Software. Die betonte DatensouverÀnitÀt trifft zudem den Nerv der Zeit, da die SensibilitÀt im Umgang mit Kundendaten wÀchst.

Der Weg zum proaktiven Assistenten

Die Roadmap fĂŒr RAE ist bereits gesetzt. KĂŒnftige Updates sollen die KI von einem protokollierenden Tool zu einem proaktiven Manager entwickeln.

Geplant sind etwa sofortige Journey-Zusammenfassungen auf Sprachbefehl. Proaktive Management-Features sollen stagnierende Kundenprozesse erkennen, vergessene Aufgaben anmahnen und kontextbasierte nĂ€chste Schritte vorschlagen. Wandelt sich RAE vom passiven Logger zum aktiven Workflow-Manager, könnte dies einen neuen Betriebsstandard fĂŒr die gesamte Immobilienbranche setzen – und fundamental verĂ€ndern, wie Makler ihre Zeit und ihren Wert organisieren.

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