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Republikaner noch in Rennen um Gouverneursamt in Kalifornien

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 08:54 Uhr, dpa.de

In der Demokraten-Hochburg Kalifornien kann sich ein Republikaner Hoffnungen auf einen der beiden PlÀtze in der Endrunde der Gouverneurswahl machen.

Nach der AuszĂ€hlung von etwa der HĂ€lfte der Stimmen in der Vorwahl lieferten sich der frĂŒhere demokratische US-Gesundheitsminister Xavier Becerra und der Republikaner Steve Hilton ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wie etwa auf der Website des Secretary of State zu sehen war.

Der von PrĂ€sident Donald Trump unterstĂŒtzte Hilton stammt aus Großbritannien und war in der britischen Politik sowie beim konservativen TV-Sender Fox News aktiv. In Umfragen vor der Vorwahl lag er etwa gleichauf mit MilliardĂ€r Tom Steyer, der fĂŒr die Demokraten antritt. ZunĂ€chst war unklar, ob Steyer bei der weiteren StimmauszĂ€hlung noch aufholen könnte.

ParteiunabhÀngige Vorwahl

Anders als in vielen anderen Bundesstaaten kommen in Kalifornien die beiden bestplatzierten Bewerber unabhĂ€ngig von ihrer Parteizugehörigkeit in die Endrunde. WĂ€hler der Demokraten sind in Kalifornien klar in der Überzahl. Angesichts vieler angetretener Kandidaten gab es in der Partei jedoch zwischenzeitlich die Sorge, dass sich die Stimmen zu sehr auf einzelne Demokraten verteilen und am Ende zwei Republikaner in die Endauswahl kommen. Der andere Kandidat der Republikaner, Sheriff Chad Bianco, rangiert in der Vorwahl nun jedoch auf dem vierten Platz.

Zersplitterte Demokraten

Nach EinschĂ€tzung der Politikwissenschaftlerin Donna Crane von der San Jose State University trug die Zersplitterung der Stimmen der Demokraten zwischen vielen Kandidaten dazu bei, dass ein Republikaner in die Endrunde vorrĂŒcken könnte. "Sie schossen sich selbst in den Fuß", sagte sie im Sender ABC. Aussichtsreichster Kandidat der Demokraten war ursprĂŒnglich der Kongressabgeordnete Eric Swalwell. Er schied jedoch nach VorwĂŒrfen sexueller Übergriffe aus. Nach der Niederlage bei der PrĂ€sidentenwahl 2024 galt auch Kamala Harris als mögliche AnwĂ€rterin auf das Gouverneursamt. Sie entschloss sich jedoch gegen eine Kandidatur und hĂ€lt sich die Aussicht auf ein weiteres Rennen um das Weiße Haus offen.

Wirtschaftsmacht Kalifornien

Der aktuelle Gouverneur Gavin Newsom kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Er gilt als ein möglicher Kandidat der Demokraten fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl 2028. Kalifornien ist unter anderem dank der Tech-Industrie im Silicon Valley und seiner Agrarindustrie eine Wirtschaftsmacht. Zugleich beklagen sich die Einwohner ĂŒber hohe Immobilienpreise und Lebenshaltungskosten.

Durch die Bedeutung Kaliforniens ist der Gouverneur des Bundesstaates auch landesweit einflussreich. Unter Newsoms VorgÀngern waren Ronald Reagan, der wenige Jahre spÀter PrÀsident wurde, sowie Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger bis 2011. Er war der bisher letzte republikanische Gouverneur Kaliforniens.

BĂŒrgermeisterwahl in Los Angeles

Parallel zur Gouverneurs-Vorwahl wurden auch in Los Angeles Kandidaten fĂŒr die Endrunde der BĂŒrgermeisterwahl ausgewĂ€hlt. Hier zeichnet sich nach der AuszĂ€hlung eines Teils der Stimmen ab, dass im November Amtsinhaberin Karen Bass fĂŒr die Demokraten gegen den einst im Reality-TV bekannt gewordenen Republikaner Spencer Pratt antreten dĂŒrfte. Pratt profitierte in seinem Wahlkampf unter anderem vom Frust einiger Einwohner der Stadt, die einen langsamen Wiederaufbau nach den BrĂ€nden Anfang 2025 kritisieren.

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