Rhein-FÀhren können wieder fahren
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 08:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSNach 29 Tagen Pause im Juli und August könne man ab heute endlich wieder fahren, sagte einer der Betreiber der RheinfĂ€hre zwischen dem DĂŒsseldorfer SĂŒden und Zons (Dormagen), Jens Jansen, der Deutschen Presse-Agentur. "Da wir im FrĂŒhjahr und Sommer einen GroĂteil unserer Einnahmen erzielen, sind die wirtschaftlichen Folgen natĂŒrlich erheblich."
Die FĂ€hre ist neben Autofahrern auch bei Fahrradfahrern und FuĂgĂ€ngern beliebt, die von DĂŒsseldorf aus einen Ausflug zur historischen Altstadt von Zons machen - besonders am Wochenende bei schönem Wetter ist der Andrang groĂ. Nicht so in diesem Jahr - Trockenheit und extremes Niedrigwasser fĂŒhrten zu der Zwangspause. "Das ist bitter, aber so ist die Natur", sagt Jansen.
Das Unternehmen, in dem auch sein Vater und sein Bruder arbeiten, hat fĂŒnf Festangestellte und fĂŒnf Aushilfen. "Wir waren kurz davor, Kurzarbeit zu beantragen." Er sei erleichtert, dass es nun endlich wieder losgehe.
Bei der FĂ€hre des Heimat- und BĂŒrgervereins Bislich, die zwischen Xanten und Wesel am Niederrhein verkehrt, war die Wiederaufnahme des Betriebs ebenfalls fĂŒr Samstag geplant, nach drei Wochen Pause. "Das war unsere lĂ€ngste naturbedingte Zwangspause, beim Niedrigwasser 2022 waren es zwei Wochen", sagt FĂ€hrleiter Philipp Feine. Nur bei einem Getriebeschaden habe es mal lĂ€nger gebraucht, bis man wieder starten konnte.
PegelstÀnde sind weiterhin recht niedrig
Die FĂ€hre WeiĂ in Köln nahm am Freitag wieder den Betrieb auf, bei der FĂ€hre Siebengebirge in Bad Honnef (NRW) und bei der FĂ€hre in Kaub (Rheinland-Pfalz) ging es bereits am vergangenen Donnerstag wieder los. "Es hat sich entspannt - aber wer weiĂ, was in diesem Sommer noch kommt", heiĂt es von der FĂ€hrgemeinschaft Kaub. Elf Tage lang habe man nicht fahren können.
In Bad Honnef gibt es noch EinschrĂ€nkungen: Wegen des weiterhin recht niedrigen Pegelstandes werden keine Wohnmobile oder Transporter befördert, sondern nur Autos bis zur GröĂe eines VW DE0007664039-Busses. Die RheinfĂ€hre zwischen Bad Breisig und Bad Hönningen (Rheinland-Pfalz) schrĂ€nkte das Maximalgewicht pro Fahrzeug auf 7,5 Tonnen ein, mit einer speziellen Niedrigwasserrampe konnte der FĂ€hrbetrieb aufrechterhalten werden.
Bei der Hitdorfer PersonenfĂ€hre, die im Juli normalerweise durchschnittlich 350 Menschen von Leverkusen nach Köln oder zurĂŒck befördert, soll der Betrieb frĂŒhestens am Montag wieder losgehen, wie eine Sprecherin der Stadt Leverkusen sagt. Die seit Juli mehr als 30-tĂ€gige Zwangspause habe zu EinbuĂen von etwa 30.000 Euro gefĂŒhrt.
Die PegelstĂ€nde am Rhein hatten in diesem Monat historische TiefststĂ€nde erreicht, in DĂŒsseldorf fiel der Wert in den Minusbereich. Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer, in DĂŒsseldorf sind das 1,59 Meter. In den vergangenen Tagen ging es deutlich aufwĂ€rts, in der NRW-Landeshauptstadt wurde heute ein Wert von knapp 40 Zentimetern erwartet. Das ist allerdings weiterhin ein relativ niedriger Wert.
