Rheinmetall, Aktie

Rheinmetall Aktie: Analysten gespalten

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 14:23 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nach dem NATO-Gipfel in Ankara zeigen sich Analysten bei Rheinmetall tief gespalten: MWB Research senkt die Aktie, während Berenberg und Bernstein an ihren Kaufempfehlungen festhalten.

Rheinmetall Aktie: Analysten uneins nach NATO-Gipfel
Eine abstrakte Szene, die die Rüstungsindustrie darstellt, mit einer gespaltenen und unsicheren Marktstimmung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Analyst zieht die Reißleine, während andere an ihrem Kursziel festhalten. Bei Rheinmetall zeigt sich nach dem NATO-Gipfel in Ankara ein Bild, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Während MWB Research die Kaufempfehlung komplett strich, bleiben Berenberg und Bernstein Research bei ihrer positiven Einschätzung.

MWB kappt Kursziel deutlich

Analyst Jens-Peter Rieck von MWB Research stufte Rheinmetall am Morgen von "Buy" auf "Hold" zurück und senkte das Kursziel von 1.400 auf 1.150 Euro. Sein Argument: Die NATO verlagere ihre Prioritäten. Traditionelle Landstreitkräfte blieben zwar relevant, doch die Mittel flössen zunehmend in mehrschichtige Luftverteidigung, weitreichende Waffensysteme, Drohnen und Überwachungstechnik. Zudem werde das Beschaffungsprojekt Arminius der Bundeswehr am Markt deutlich zu optimistisch bewertet.

Die Aktie reagierte prompt. Am Donnerstag gab das Papier weitere 0,98 Prozent nach auf 1.048,40 Euro und setzt damit die Schwächephase seit dem Erholungshoch vom Dienstag fort. Zum Rekordhoch aus dem Oktober 2025 bei 2.008 Euro klafft damit eine erhebliche Lücke.

Gespaltenes Analystenbild

Ganz anders lesen sich die Einschätzungen von Berenberg und Bernstein Research. Berenberg-Analyst George McWhirter senkte sein Kursziel zwar von 1.750 auf 1.600 Euro, beließ das Votum aber bei "Buy" — die Reduktion begründete er vor allem mit der Stornierung des F-126-Fregattenprojekts durch die Bundesregierung, weniger mit strukturellen Zweifeln am Geschäftsmodell. Bernstein-Analyst Adrien Rabier sieht den fairen Wert unverändert bei 1.900 Euro und bestätigte "Outperform". Er verweist darauf, dass sich europäische Rüstungsaktien zunehmend voneinander abkoppeln — und setzt bei Rheinmetall auf überdurchschnittliches Wachstum aus eigener Kraft.

Die Kursziele liegen damit zwischen 1.150 und 1.900 Euro auseinander — ein Spread, der die Unsicherheit über die künftige NATO-Ausgabenstruktur widerspiegelt.

Operatives Geschäft läuft weiter

Losgelöst von der Analystendebatte treibt Rheinmetall sein operatives Geschäft voran. Zusammen mit Renk erweiterte der Konzern den Rahmenvertrag für den Schützenpanzer Lynx, der künftig in größerer Stückzahl in weiteren europäischen Streitkräften eingeführt werden soll. Renk liefert dabei Getriebe und Seitenvorgelege als Zulieferer. Parallel dazu bahnt sich mit Lockheed Martin eine Produktion von ATACMS-Raketen am Standort Unterlüß an — der erste Fertigungsstandort für dieses Waffensystem außerhalb der USA.

Die Q2-Zahlen dürften zeigen, ob Rheinmetall die zuletzt aufgetretenen Lieferprobleme bei Munition und Lkws in den Griff bekommt. Davon dürfte abhängen, welches der aktuell weit auseinanderliegenden Kursziele sich als realistischer erweist.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | DE0007030009 | RHEINMETALL | boerse | 69731877 |