Richemont, Aktie

Richemont Aktie: Schmuck schlägt Uhren

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 13:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Der Luxuskonzern übertrifft mit 20 Prozent Wachstum die Erwartungen, angetrieben von Cartier und Van Cleef.

Richemont Aktie: Schmuckgeschäft treibt Quartalszahlen an
Abstrakte Szene, die Luxusgüter darstellt, mit einem funkelnden Diamantcollier im Vordergrund und einer unscharfen Uhr im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während der Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch insgesamt leicht nachgibt, sticht ein Name heraus: Richemont schnellt nach Vorlage der Quartalszahlen deutlich nach oben. Der Genfer Luxuskonzern liefert einen Wachstumsschub, der selbst optimistische Analystenschätzungen alt aussehen lässt.

Cartier und Van Cleef treiben das Geschäft

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 kletterte der Konzernumsatz um 17 Prozent auf 6,33 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus sogar bei 20 Prozent — und damit über dem bereits hohen Tempo des Vorquartals, als die Verkäufe um 16 Prozent zulegten. Analysten hatten im Schnitt nur mit 5,91 Milliarden Euro und einem Wachstum von 11,5 Prozent in Lokalwährung gerechnet.

Der Motor bleibt das Schmuckgeschäft. Cartier und Van Cleef & Arpels sorgten für ein Umsatzplus von 21 Prozent auf 4,37 Milliarden Euro, bereinigt sogar 24 Prozent. Die Uhrensparte mit Marken wie IWC und Piaget hinkt hinterher: Hier stiegen die Erlöse nur um 6 Prozent auf 873 Millionen Euro, bereinigt um 8 Prozent. Die Schere zwischen den beiden Sparten öffnet sich damit weiter.

Asien erholt sich, USA laufen heiß

Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. Asien-Pazifik wuchs währungsbereinigt um 21 Prozent, getragen von zweistelligen Zuwächsen in China, Macau und Hongkong — jene Märkte, die im Vorjahr noch unter Konsumschwäche litten. Noch stärker performte die Region Amerika mit einem Umsatzsprung von 27 Prozent. Im Mittleren Osten und Afrika reichte es trotz der Nahost-Krise immerhin für ein Plus von 3 Prozent.

Zur Ergebnisentwicklung äußert sich Richemont zum Auftaktquartal traditionell nicht, auch eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bleibt aus. Verwaltungsratspräsident Johan Rupert und sein Management halten sich trotz der starken Zahlen bedeckt — die Zurückhaltung bei der Kommunikation steht damit im auffälligen Kontrast zur Dynamik im operativen Geschäft.

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