Rio Tinto: Allzeithoch von 174,79 Dollar
22.04.2026 - 07:27:59 | boerse-global.deStĂŒrme legen HĂ€fen lahm, geopolitische Krisen treiben die Dieselpreise. Trotzdem feiert die Aktie von Rio Tinto neue Rekorde. Der Bergbaukonzern liefert im ersten Quartal 2026 robuste operative Zahlen. Ein Meilenstein in Afrika und ein brummendes KupfergeschĂ€ft ĂŒberzeugen die Investoren.
Die Papiere schlossen am Dienstag auf einem Allzeithoch von 105,22 Euro. Allein im letzten Monat schoss der Kurs um 43 Prozent nach oben. Damit summiert sich das Plus seit Jahresbeginn auf beachtliche 52 Prozent.
Kupfer federt AusfÀlle ab
Im KupfergeschĂ€ft verzeichnet Rio Tinto ein krĂ€ftiges Wachstum. Die Produktion stieg im Jahresvergleich um neun Prozent auf 229.000 Tonnen. Dieser Sprung resultiert primĂ€r aus der Untertage-Mine Oyu Tolgoi in der Mongolei. Dort ĂŒbertraf der Durchsatz die Erwartungen der Analysten.
Parallel dazu kĂ€mpfte das Eisenerz-Segment in der australischen Pilbara-Region mit extremem Wetter. Die tropischen Zyklone Mitchell und Narelle erzwangen im MĂ€rz mehrtĂ€gige HafenschlieĂungen. Dadurch gingen geplante Verschiffungen von schĂ€tzungsweise acht Millionen Tonnen verloren.
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Die Minen selbst arbeiteten indes hochproduktiv. Die tatsÀchliche Fördermenge stieg um 13 Prozent auf fast 79 Millionen Tonnen.
Meilenstein in Guinea
Ein zentraler Treiber fĂŒr die Kursrally ist das Simandou-Projekt in Guinea. Die Anlage hat nun die kommerzielle Phase erreicht. Rio Tinto bestĂ€tigte erste VerkĂ€ufe im April 2026. Eine erste Lieferung von hochgradigem Eisenerz kam bereits im Zielmarkt China an.
Auch im Lithium-Sektor meldet der Konzern Fortschritte. Die Projekte Fenix 1B und Sal de Vida sind mechanisch fertiggestellt. Das Ziel: Im zweiten Halbjahr 2026 soll die erste Produktion aus diesen Anlagen flieĂen.
Kosten im Blick
Trotz der operativen Erfolge blickt das Management vorsichtig auf die zweite JahreshĂ€lfte. Konflikte im Nahen Osten gefĂ€hrden die globalen Lieferketten. Direkte Folgen fĂŒr den Abbau blieben bisher aus. Steigende Dieselpreise belasten allerdings bereits die Kostenstruktur.
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An der Jahresprognose rĂŒttelt der Vorstand nicht. Rio Tinto erwartet aus der Pilbara-Region weiterhin Eisenerz-Verschiffungen von bis zu 338 Millionen Tonnen. Die Barkosten fĂŒr den Abbau taxiert das Unternehmen auf maximal 25 US-Dollar pro Tonne.
Am 6. Mai 2026 steht die Hauptversammlung an. Dann prĂ€sentiert das Management voraussichtlich weitere Details zur kĂŒnftigen Dividendenstrategie.
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