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Rocket Lab Aktie: 2,2 Milliarden Dollar Auftragsbestand

Veröffentlicht: 27.06.2026 um 20:00 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Rocket Lab meistert zehnte Mission fĂŒr Synspective, wĂ€hrend der Aktienkurs auf Wochensicht um 22 Prozent fĂ€llt.

Rocket Lab: Operative Erfolge trotz deutlichem KursrĂŒckgang
Abstrakte Darstellung des Raumfahrtsektors mit Elementen, die Wachstum und zukĂŒnftiges Potenzial symbolisieren, unter einem klaren Himmel. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Zehn Missionen, zehn Erfolge — Rocket Lab hat diese Woche seinen zehnten Einsatz in Folge fĂŒr den japanischen Erdbeobachtungsanbieter Synspective abgeschlossen. Der Start vom 26. Juni aus Neuseeland war zugleich der 91. Missionserfolg insgesamt. Operativ lĂ€uft es rund. Der Aktienkurs erzĂ€hlt eine andere Geschichte.

Neue NASA-AuftrÀge als Kurstreiber

Am 25. Juni gab Rocket Lab drei neue Electron-Starts fĂŒr die NASA bekannt. Zwei Missionen entfallen auf das PolSIR-Programm, das Eiswolken in tropischen und subtropischen Hochlagen untersucht. Der dritte Start trĂ€gt den Sensor TSIS-2 ins All, der die Helligkeit und Energieverteilung der Sonne misst. Alle drei Starts sind fĂŒr Anfang 2027 geplant. Die AnkĂŒndigung löste im nachbörslichen Handel eine positive Kursreaktion aus.

Der Auftrag passt zu einem dichten Betriebskalender. Der Synspective-Start war bereits der zwölfte Rocket-Lab-Start in diesem Jahr. Hinzu kommt ein Rekordstart fĂŒr die U.S. Space Force im Rahmen der VICTUS-HAZE-Mission im Juni.

Kurs weit unter dem Hoch

Trotz der operativen Erfolge steht die Aktie unter Druck. Auf Wochensicht verlor sie rund 22 Prozent, auf Monatssicht sogar fast 44 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei 72,70 Euro — knapp 46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro vom 27. Mai. Der RSI liegt bei 35,3 und nĂ€hert sich damit dem ĂŒberverkauften Bereich.

Auf Zwölfmonatssicht zeigt die Aktie dennoch ein Plus von rund 136 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 65,21 Euro bildet die nĂ€chste relevante UnterstĂŒtzung.

Neutron und Auftragspolster als Fundament

Der mittelfristige Ausblick stĂŒtzt sich auf zwei SĂ€ulen. Erstens: die Neutron-Rakete, die Rocket Lab fĂŒr das vierte Quartal 2026 zum Erstflug vorbereitet. Das Fahrzeug soll schwerere Nutzlasten tragen und den Weg zur ProfitabilitĂ€t öffnen. Zweitens: ein Auftragsbestand von 2,2 Milliarden Dollar, der Starts bis 2029 umfasst.

Seit Juni ist Rocket Lab im Nasdaq-100 gelistet. Das zieht automatisch KĂ€ufe durch Indexfonds nach sich — ein struktureller Nachfragefaktor, der unabhĂ€ngig von der kurzfristigen Kursentwicklung wirkt.

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