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Rocket Lab Aktie: Nasdaq-100-Aufnahme am 22. Juni

14.06.2026 - 23:10:01 | boerse-global.de

Rocket Lab verliert nach SpaceX-IPO zehn Prozent, profitiert aber von bevorstehender Nasdaq-100-Aufnahme und soliden GeschÀftszahlen.

Rocket Lab Aktie: SpaceX-Börsengang belastet den gesamten Sektor
Rocket - Eine Rakete startet bei DĂ€mmerung in den Himmel und hinterlĂ€sst eine feurige Spur, die technologischen Fortschritt symbolisiert. 14.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Der Börsengang von SpaceX hat den gesamten Raumfahrtsektor erschĂŒttert. Rocket Lab traf es am Freitag besonders hart: Die Aktie verlor 10,58 Prozent und schloss bei 88,70 Euro.

SpaceX saugt Kapital aus dem Sektor

Am 12. Juni 2026 debĂŒtierte SpaceX an der Börse. Der Kurs sprang am ersten Handelstag um 19,2 Prozent nach oben. Das Unternehmen erreichte damit eine Bewertung von rund 2,1 Billionen Dollar.

Die Folge: Institutionelle Investoren zogen Kapital aus kleineren Raumfahrtwerten ab und schichteten in den neuen Branchenriesen um. Virgin Galactic brach dabei um 31,8 Prozent ein, Intuitive Machines verlor 13,1 Prozent. Rocket Lab kam mit einem Minus von gut zehn Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon.

Nasdaq-100-Aufnahme als Gegengewicht

Trotz des Ausverkaufs steht ein struktureller Katalysator bevor. Am 22. Juni 2026 nimmt Rocket Lab offiziell im Nasdaq-100 Platz. Die Indexaufnahme zwingt ETFs und institutionelle Portfolios, die den Index abbilden, zum Kauf der Aktie. Das schafft mechanischen Kaufdruck — unabhĂ€ngig von der Marktstimmung.

Rocket Lab rĂŒckt dabei in eine Reihe mit Astera Labs und CoreWeave. Der Schritt signalisiert: Das Unternehmen gilt nicht mehr nur als Nischenplayer im Weltraum, sondern als Teil des breiteren Technologiesektors.

Solide Fundamentaldaten, voller Auftragsbestand

Abseits der Marktturbulenzen zeigen die GeschĂ€ftszahlen nach oben. Im ersten Quartal 2026 erzielte Rocket Lab einen Rekordumsatz von 200,3 Millionen Dollar — ein Plus von 63,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand ĂŒberstieg zuletzt 2,2 Milliarden Dollar.

Hinzu kommen operative Meilensteine: Die Übernahme von Motiv Space Systems stĂ€rkt die Robotik- und Satellitenkompetenz. Ein neuer Vertrag mit Anduril ĂŒber 30 Millionen Dollar sichert Einnahmen im Hyperschall-Testbereich. FĂŒr das zweite Quartal erwartet das Management einen Umsatz zwischen 225 und 240 Millionen Dollar.

Technische Lage nach dem RĂŒcksetzer

Trotz des Wochenverlusts von gut sieben Prozent hĂ€lt die Aktie knapp ĂŒber ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 87,42 Euro. Der RSI liegt bei 43,2 — die Aktie nĂ€hert sich damit ĂŒberverkauftem Terrain. Vom Allzeithoch bei 133,80 Euro Ende Mai ist sie inzwischen rund 34 Prozent entfernt.

Die nĂ€chste wichtige BewĂ€hrungsprobe ist die Indexaufnahme am 22. Juni. HĂ€lt die Aktie bis dahin die Marke von 80 Euro, könnte der mechanische Kaufdruck durch ETF-Umschichtungen fĂŒr Stabilisierung sorgen. Mittelfristig bleibt der geplante Erststart der Neutron-Rakete Ende 2026 der entscheidende operative Meilenstein.

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