Rocket Lab Aktie: Space-Force-General Saltzman besucht Anlagen
15.05.2026 - 15:25:59 | boerse-global.deEin Besuch vom höchsten US-Weltraumgeneral. Aktienkäufe des Präsidenten. Und ein Produktionsmeilenstein. Für Rocket Lab verdichteten sich am Freitag gleich drei Nachrichten zu einem neuen Allzeithoch.
Space Force und Golden Dome
General Chance Saltzman, Chef der U.S. Space Force, besuchte kürzlich die Anlagen von Rocket Lab. Das ist kein Routinebesuch. CEO Peter Beck hatte zuletzt auf dem Earnings Call bestätigt, dass das Unternehmen bereits an Programmen zur Raketenwarnung, Hyperschallüberwachung und raumgestützten Abfangraketen arbeitet. Rocket Lab und Rüstungskonzern Raytheon wurden außerdem für Entwicklungsarbeiten am Space-Based Interceptor ausgewählt — einem Kernelement des Golden-Dome-Systems.
Das Congressional Budget Office schätzt, dass Trumps Golden-Dome-Initiative über zwei Jahrzehnte bis zu 1,2 Billionen Dollar kosten könnte. Ein erheblicher Teil davon soll in raumgestützte Systeme fließen. Kein Wunder, dass Investoren Rocket Lab als Profiteur einpreisen.
Trump kauft, Wall Street zieht nach
Neue Pflichtmitteilungen zeigen, dass Präsident Trump Rocket-Lab-Aktien im Wert von 15.001 bis 50.000 Dollar am 21. Januar gekauft hat. Die Meldung verstärkte den Kursschub, der bereits am Donnerstag mit einem Plus von rund acht Prozent begann.
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Die Analystengemeinschaft zieht mit. TD Cowen hob das Kursziel auf 120 Dollar an, die Deutsche Bank auf denselben Wert — von zuvor 73 Dollar. New Street Research startete die Abdeckung mit einer Kaufempfehlung.
1.000 Triebwerke und die Neutron-Rakete
Parallel dazu meldete Rocket Lab die Produktion des 1.000sten Rutherford-Triebwerks. Der Rutherford gilt als erstes 3D-gedrucktes, batteriebetriebenes Orbitalraketentriebwerk der Welt. Er treibt die Electron-Rakete an und zählt laut Unternehmen zu den meistgebauten Raketentriebwerken weltweit.
Mittelfristig rückt die Neutron-Rakete in den Fokus. Das wiederverwendbare Mittelklasse-System soll noch in diesem Jahr erstmals starten. Rocket Lab hat bereits fünf Neutron-Starts bis 2029 unter Vertrag — ohne aggressive Preiszugeständnisse. Tanktests, Stufentrennungsversuche und Infrastrukturaufbau schreiten voran.
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Kurs fast verdoppelt in 30 Tagen
Die Aktie notiert aktuell bei rund 109,80 Euro — knapp unter dem gestrigen 52-Wochen-Hoch von 113,40 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Kurs fast 69 Prozent zugelegt, allein im laufenden Monat rund 76 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt liegt bei fast 96 Prozent — ein Zeichen dafür, wie stark die Neubewertung in kurzer Zeit ausgefallen ist.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der Erstflug der Neutron-Rakete. Gelingt der Start planmäßig im zweiten Halbjahr 2026, dürfte das die Bewertungsfantasie weiter stützen — und zeigen, ob Rocket Lab den Sprung vom Nischenanbieter zum ernsthaften Konkurrenten im Mittelklasse-Segment schafft.
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