Ermittler finden sechs Abschussvorrichtungen
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 15:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEs sei davon auszugehen, dass diese Vorrichtungen so gebaut waren, um mit pyrotechnische GegenstĂ€nden einen Draht in die Höhe ĂŒber die Stromleitungen zu fĂŒhren, sagte der Leitende Kriminaldirektor Michael Esser.
Aus Sicht des ermittelnden Oberstaatsanwalts Ulrich Bremer sind die in dem Maisfeld gefundenen Vorrichtungen ein "ganz starkes Indiz fĂŒr das Vorliegen einer vorsĂ€tzlichen Straftat". In der Folge seien mehrere Kraftwerksblöcke abgeschaltet worden, die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung sei dadurch bedroht gewesen. Das Verfahren werde wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage und wegen der Störung öffentlicher Betriebe gefĂŒhrt, so Bremer.
Ermittler sehen Parallelen zu Fall in Brandenburg
Es werde aktuell in alle Richtungen ermittelt, betonte er. Unter anderem werde ein Zusammenhang mit dem jĂŒngsten Vorfall in Brandenburg geprĂŒft. Dort laufen ebenfalls Ermittlungen wegen Sabotage, nachdem Unbekannte am Dienstag nahe dem Kohlekraftwerk JĂ€nschwalde versucht hatten, KurzschlĂŒsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei FĂ€llen gelang das nach Behördenangaben.
Nach ersten Ermittlungen gebe es in beiden FÀllen vergleichbare Hinweise, sagte Kriminaldirektor Esser. So seien in beiden FÀllen offenbar pyrotechnische GegenstÀnde gefunden worden. Da es denkbar sei, dass sie bereits vor lÀngerer Zeit unbemerkt auf das Feld gebracht worden seien, hoffe man nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Den Ermittlern zufolge sollen Abschussvorrichtungen auch auf mögliche DNA-Spuren hin ausgewertet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine konkreten TÀterhinweise, so Esser.
