ROUNDUP/ Ukraine erhÀlt weitere Kredithilfe von Entwicklungsbank und EU
Veröffentlicht: 05.06.2026 um 17:24 Uhr, dpa.deĂber den sogenannten Ukraine-Investitionsrahmen werden die EuropĂ€ische Bank fĂŒr Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die EU zusĂ€tzliche Garantien in Höhe von 200 Millionen Euro bereitstellen. Auch sollen ZuschĂŒsse von 105 Millionen Euro und technische Hilfe in Höhe von 10 Millionen Euro verfĂŒgbar gemacht werden, wie die beiden Institutionen am Rande des EBRD-Jahrestreffens in Riga mitteilten. Zudem wurde ein weiteres Programm zur UnterstĂŒtzung des ukrainischen Privatsektors gestartet
Insgesamt sollen durch die Kofinanzierung neue Kredite in der Ukraine in Höhe von 2 Milliarden Euro ĂŒber Partnerfinanzinstitute der EBWE freigesetzt werden, hieĂ es. Der Investitionsrahmen fĂŒr die Ukraine ist ein finanzielles KernstĂŒck der Ukraine-FazilitĂ€t der EU - eines Hilfsprogramms mit bis zu 50 Milliarden Euro fĂŒr die Jahre 2024 bis 2027. Durch Garantien und Mischfinanzierungen soll es öffentliche und private Investitionen mobilisieren.
UnterstĂŒtzung der ukrainischen Wirtschaft
EBRD-PrĂ€sidentin Odile Renaud-Basso betonte, das die UnterstĂŒtzung der Ukraine weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit der Bank stehe. "Wir sind ihr gröĂter institutioneller Investor", sagte sie in ihrer Rede in Riga. Seit Beginn der groĂangelegten russischen Invasion habe die EBRD 10 Milliarden Euro an die Ukraine ĂŒberwiesen. Auch seien rund 50.000 vom Krieg betroffene Unternehmen unterstĂŒtzt und der ukrainische Bevölkerung durch die Umsetzung von Energieprojekten geholfen worden, sagte Renaud-Basso.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Seit Beginn des Krieges im Februar 2022 haben die EU und ihre Mitgliedstaaten Hilfen in dreistelliger Milliardenhöhe zugesagt - von militĂ€rischer und finanzieller UnterstĂŒtzung bis hin zu Hilfe fĂŒr GeflĂŒchtete. Die EBRD wiederum hat vor allem Mittel zur UnterstĂŒtzung der Realwirtschaft bereitgestellt - und will dies fortsetzen. "Wir werden uns an vorderster Front der internationalen BemĂŒhungen zum Wiederaufbau des Landes engagieren, sobald die Zeit dafĂŒr ist da - und sie wird kommen", sagte Renaud-Basso.
