RĂŒckgang, Elterngeld

RĂŒckgang beim Elterngeld zum vierten Mal in Folge

16.04.2026 - 09:44:43 | dpa.de

Rund 1,61 Millionen Frauen und MĂ€nner in Deutschland haben im vergangenen Jahr Elterngeld erhalten.

Damit sank die Zahl der EmpfĂ€nger im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden mitteilt. Demnach ging die Zahl der Bezieher im vierten Jahr in Folge zurĂŒck und lag damit um 13,9 Prozent unter dem Niveau von 2021.

Diese Entwicklung spiegele auch den RĂŒckgang der Geburten in den vergangenen Jahren wider, erklĂ€rte das Bundesamt. Das Elterngeld bezeichnet die Lohnersatzleistung, die MĂŒtter und VĂ€ter nach der Geburt eines Kindes erhalten, wenn sie zu Hause bleiben.

Elterngeld Plus-Bezug auf Höchststand

Deutlich zugelegt hat dagegen die Nutzung von Elterngeld Plus: 648.000 Menschen planten 2025, diese Leistung zumindest anteilig zu nutzen - 45,2 Prozent der MĂŒtter und 26,1 Prozent der VĂ€ter. Der Anteil stieg damit auf 40,3 Prozent - dies bedeutet den Angaben zufolge einen Höchststand. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil bei 36,7 Prozent.

Das Elterngeld Plus wurde 2016 eingefĂŒhrt und fĂ€llt nach Angaben des Bundesamts monatlich niedriger aus als das sogenannte Basiselterngeld, wird dafĂŒr aber lĂ€nger gezahlt. Es richtet sich vor allem an Eltern, die wĂ€hrend des Bezugs in Teilzeit arbeiten wollen.

Arbeiten beide Elternteile parallel in Teilzeit, können sie ĂŒber den Partnerschaftsbonus bis zu vier zusĂ€tzliche Monate Elterngeld Plus erhalten. Davon machten 2025 allerdings nur 8,3 Prozent der Bezieher Gebrauch.

VĂ€teranteil weiter deutlich niedriger

Nach wie vor erhalten weitaus mehr Frauen als MĂ€nner Elterngeld: 1,19 Millionen Frauen standen den Angaben zufolge 417.000 MĂ€nnern gegenĂŒber. Die VĂ€ter kamen auf einen Anteil von 25,9 Prozent (2024: 25,8 Prozent). 2024 war der VĂ€teranteil erstmals leicht rĂŒcklĂ€ufig, nachdem er zuvor seit 2015 kontinuierlich gestiegen war - damals hatte er noch bei 20,9 Prozent gelegen.

Spitzenreiter im LĂ€ndervergleich blieb Sachsen mit einem VĂ€teranteil von 30,0 Prozent, gefolgt von Baden-WĂŒrttemberg (28,0 Prozent) und Bayern (27,6 Prozent). Am niedrigsten lag der Anteil, wie im Vorjahr, im Saarland (21,0 Prozent).

Auch bei der geplanten Bezugsdauer zeigen sich weiter große Unterschiede: Frauen planten wie im Vorjahr im Schnitt 14,9 Monate. Die durchschnittliche Dauer des geplanten Elterngeldbezugs war bei MĂ€nnern mit 3,8 Monaten deutlich kĂŒrzer und im Vergleich der vergangenen Jahre nahezu konstant.

Neue Regeln seit April 2025

Seit April 2025 gelten zudem neue Regelungen: Elterngeld erhalten seitdem nur noch Alleinerziehende und Paare, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen höchstens 175.000 Euro betrÀgt. Das zu versteuernde Einkommen ist dabei nicht das Bruttoeinkommen, es wird vom Finanzamt ermittelt und im Steuerbescheid ausgewiesen.

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