Kreml: Russland zu Dialog mit EuropÀern bereit
21.05.2026 - 14:42:19 | dpa.de"Die Russen sind zu GesprĂ€chen bereit", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Wir sind der Meinung, dass es immer besser ist, miteinander zu reden, als die Lage in eine totale Konfrontation zu treiben - und genau das ist es, was die EuropĂ€er derzeit tun", sagte er. Russland begrĂŒĂe es, wenn sich die Tonlage jetzt Ă€ndere.
Peskow hob hervor, es habe zuletzt vom finnischen PrĂ€sidenten Alexander Stubb und auch aus Berlin ĂuĂerungen zu direkten GesprĂ€chen mit Russland gegeben. Es sei "wahrscheinlich nicht schlecht", wenn jetzt ein UnterhĂ€ndler auf EU-Ebene gesucht werde. "Noch vor wenigen Monaten sind in Europa noch nicht einmal solche Diskussionen gefĂŒhrt worden."
Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hatte zwar stets betont, dass er zu GesprĂ€chen bereit sei, wenn jemand auf ihn zukomme. Zugleich gab es aus Moskau wiederholt - unter anderem vom AuĂenministerium - Stellungnahmen, nach denen die EuropĂ€er wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine als Kriegspartei zu sehen seien und nichts am Verhandlungstisch zu suchen hĂ€tten.
Gesucht wird ein passender Vermittler
Die Verhandlungen fĂŒr eine Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine liefen zuletzt unter Vermittlung der USA. Ein Durchbruch in den GesprĂ€chen zwischen Kiew und Moskau ist bisher aber ausgeblieben. Grund ist vor allem, dass Russland an seiner Forderung festhĂ€lt, die Ukraine solle ihre Truppen aus dem Gebiet Donbass abziehen. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj lehnt solche Gebietsgeschenke an Putin ab.
Putin hatte zuletzt auf die Frage einer russischen Journalistin, wen er sich als Vermittler wĂŒnsche aus Europa, den Namen seines Freundes Gerhard Schröder genannt. Die Ukraine lehnt den Ex-Kanzler wegen seiner engen Kontakte zu Russland aber als Vermittler ab. Peskow betonte, dass Putin Schröder nicht initiativ vorgeschlagen, sondern nur als Antwort auf eine Frage genannt habe.
Auch Putin selbst hatte erklĂ€rt, wichtig sei, dass ein Vermittler in der Vergangenheit nicht mit abfĂ€lligen ĂuĂerungen ĂŒber Russland aufgefallen sei. Allerdings ist unklar, wer auf EU-Ebene dafĂŒr infrage kommt. ZustĂ€ndig wĂ€re die AuĂenbeauftragte Kaja Kallas; Moskau wirft ihr aber "Russenhass" vor und schlieĂt GesprĂ€che mit ihr aus.
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