Rutte: Debatte ĂŒber stĂ€rkere nukleare Abschreckung ist O.K.
Veröffentlicht: 14.02.2026 um 17:28 Uhr, dpa.de"Jede Diskussion in Europa, die sicherstellen soll, dass die nukleare Abschreckung insgesamt stĂ€rker wird, ist in Ordnung", sagte Rutte am Rande der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz im GesprĂ€ch mit Journalisten. Das letztlich entscheidende Fundament der Freiheit in Europa sei aber der Atomschirm der Vereinigten Staaten. Nur diese verfĂŒgten ĂŒber die StĂ€rke und Macht, der nuklearen Bedrohung durch andere AtommĂ€chte zu begegnen.
Rutte Ă€uĂerte sich zu der Frage, was er von der Debatte ĂŒber eine europĂ€ische nukleare Abschreckung halte. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz gesagt, er habe mit dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron erste GesprĂ€che ĂŒber europĂ€ische nukleare Abschreckung aufgenommen.
Der Nato-GeneralsekretĂ€r verwies darauf, dass die europĂ€ischen AtommĂ€chte Frankreich und GroĂbritannien ĂŒber deutlich kleinere nukleare StreitkrĂ€fte verfĂŒgten als die USA. China werde 2030 schĂ€tzungsweise 1000 Atomsprengköpfe haben, fĂŒgte er hinzu.
Zum Vergleich: Laut dem Stockholmer Institut fĂŒr Friedensforschung Sipri verfĂŒgte Frankreich zuletzt ĂŒber 290 Atomsprengköpfe und GroĂbritannien ĂŒber 225. Die beiden groĂen AtommĂ€chte USA und Russland kamen auf 5.177 beziehungsweise 5.459 und China auf 600.
