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S&P Global Aktie: Industrie-PMIs zeigen gemischtes Bild

Veröffentlicht: 01.07.2026 um 10:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Deutschland und Frankreich verzeichnen leichte PMI-Zuwächse, während Spanien unter die Wachstumsschwelle fällt. Asiatische Fertigungsindizes zeigen Stärke.

S&P Global Aktie: Europas Industrie-PMIs senden gemischte Signale
Abstraktes, atmosphärisches Industriebild mit scharfen und unscharfen Elementen, die Aktivität und Unsicherheit vermitteln. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Europas Fertigungssektor sendet im Juni widersprüchliche Signale — und S&P Globals monatliche PMI-Erhebungen liefern dafür den präzisesten Nachweis. Während einige Länder wieder zulegen, bricht Spaniens Aufschwung bereits wieder ein.

Deutschland und Frankreich stabilisieren sich

Deutschland hat die Marke von 50 Punkten verteidigt. Der finale PMI für das Verarbeitende Gewerbe kletterte auf 50,3 — minimal über dem Vormonat und etwas besser als die Erstschätzung von 50,0. Neuaufträge kehrten nach längerer Schwäche ins Wachstumsgebiet zurück, wenn auch nur knapp. Besonders auffällig: Der Auftrieb kommt primär aus Rüstung und Technologie, teils auch aus gezieltem Lageraufbau. Inputkosten haben sich derweil von ihrem Vierjahreshoch im Mai etwas entfernt — der gefallene Ölpreis macht sich bemerkbar.

Frankreich überraschte positiv. Der finale PMI sprang auf 51,2, deutlich über die Erstschätzung von 50,7 und deutlich über den Mai-Wert von 49,7. Die Rückkehr ins Wachstum fiel damit stärker aus als erwartet. Lieferkettenprobleme bleiben jedoch ein Thema — Transportengpässe belasten weiterhin die Beschaffungsseite.

Spanien bremst, Asien läuft

Weniger erfreulich das Bild in Spanien. Der dortige PMI fiel auf 49,7 und rutschte damit erstmals seit drei Monaten unter die Wachstumsschwelle. Neuaufträge gingen den zweiten Monat in Folge zurück, Exportaufträge sanken zum zehnten Mal hintereinander. Dazu erhöhten Hersteller ihre Verkaufspreise so schnell wie zuletzt im Herbst 2022 — ein Versuch, gestiegene Inputkosten weiterzugeben, der die Nachfrage zusätzlich drückt.

Weltweit zeigt sich ein stabileres Bild. Chinas Fertigung erreichte im zweiten Quartal 2026 den stärksten Dreimonatsdurchschnitt seit Ende 2020, Japans Sektor wächst den sechsten Monat in Folge mit einem PMI von 54,8. Beide Länder profitieren von gestiegener Lagerhaltung internationaler Abnehmer, die sich gegen mögliche Lieferausfälle absichern.

Für S&P Global bedeutet das anhaltend hohe Relevanz seiner PMI-Daten als Leitindikator. Solange der Nahost-Konflikt Preis- und Lieferkettenrisiken im Wochentakt neu kalibriert, bleibt die Nachfrage nach zeitnahen Wirtschaftsdaten hoch — und damit nach genau dem Produkt, das S&P Global Market Intelligence monatlich in Dutzende Länder liefert.

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