Salesforce: $50 Milliarden Rückkaufprogramm autorisiert
29.04.2026 - 05:41:18 | boerse-global.deStarke Zahlen, schwacher Kurs. Bei Salesforce klaffen operative Realität und Börsenbewertung so weit auseinander wie selten zuvor in der Unternehmensgeschichte.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent verloren und notiert aktuell bei 157,20 Euro — nur knapp zwölf Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 139,90 Euro. Vom Jahreshoch im Mai 2025 bei 261,15 Euro trennen den Titel fast 40 Prozent.
Ausgerechnet jetzt — bei Rekordkennzahlen
Salesforce lieferte für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 41,5 Milliarden Dollar, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der operative Cashflow kletterte auf 15,0 Milliarden Dollar, der freie Cashflow auf 14,4 Milliarden Dollar — jeweils zweistellige Zuwachsraten.
Das Management setzt auf Kapitalrückführung als Signal. Salesforce hat im abgelaufenen Jahr 12,7 Milliarden Dollar an Aktien zurückgekauft und 1,6 Milliarden Dollar Dividende ausgeschüttet. Hinzu kommt ein neu angekündigtes Rückkaufprogramm über 50 Milliarden Dollar sowie eine erhöhte Quartalsdividende von 0,44 Dollar je Aktie.
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Sektorpanik trifft Salesforce ohne eigenen Anlass
Der eigentliche Auslöser für den jüngsten Kursrutsch kam von außen. Als ServiceNow seinen Q1-Bericht vorlegte und Wall-Street-Analysten reihenweise Kursziele strichen, riss das den gesamten Enterprise-Software-Sektor mit. Salesforce-Aktien fielen dabei zeitweise auf 172,55 Dollar — ohne dass das Unternehmen selbst schlechte Nachrichten gemeldet hätte.
Das Grundproblem ist struktureller Natur. Investoren fürchten, dass Microsoft Copilot und OpenAI-Agenten das CRM-Kerngeschäft von Salesforce langfristig unter Druck setzen. Kein Wunder, dass der RSI mit 20 tief im überverkauften Bereich liegt.
Agentforce wächst, aber Fragen bleiben
Salesforces KI-Plattform Agentforce zeigt beeindruckende Wachstumszahlen. Der jährlich wiederkehrende Umsatz stieg um 169 Prozent auf 800 Millionen Dollar. Im vergangenen Quartal verarbeitete die Plattform 2,4 Milliarden sogenannte Agentic Work Units — 57 Prozent mehr als im Quartal zuvor.
Rund 60 Prozent der Agentforce-Buchungen stammen von Bestandskunden, die ihr Volumen ausweiten. Das spricht für echte Nachfrage. Ob das Preismodell — eine Kombination aus Sitzlizenzen und nutzungsbasierter Abrechnung — auf breiter Basis skaliert, bleibt offen.
Wall Street bleibt bullish, Bewertung günstig
Von 37 von TipRanks erfassten Analysten stufen 28 die Aktie als Kauf ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 261,45 Dollar, was rund 38 Prozent Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs impliziert. Morgan Stanley bekräftigte sein "Overweight"-Rating und verwies auf die frühe Adoptionsphase von Agentforce.
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Bewertungstechnisch handelt Salesforce mit dem 14-fachen des erwarteten Gewinns — ServiceNow kommt auf das 25-fache. Für FY27 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar sowie eine leichte Ausweitung der operativen Marge auf 34,3 Prozent.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der Q1-FY27-Bericht. Wall Street erwartet einen Umsatz von 11,06 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 3,12 Dollar — rund 21 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Gelingt Salesforce dabei der Nachweis einer organischen Wachstumsbeschleunigung, könnte das die Diskussion über die KI-Bedrohung neu gewichten.
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