Samsung: 50 Billionen Won Auftragsbestand
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 01:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Samsung Electronics greift an zwei Fronten an. Während der Konzern in London eine neue Hardware-Palette mit integrierter Künstlicher Intelligenz präsentiert hat, verdichten sich die Hinweise auf massive Aufträge im Halbleitergeschäft. Die Strategie zielt darauf ab, die Lücke zu den Marktführern bei KI-Anwendungen und Robotik schnell zu schließen.
KI-Brillen und teure Falt-Smartphones
Beim "Galaxy Unpacked"-Event in London rückte Samsung die Zusammenarbeit mit Google in den Fokus. Gemeinsam mit Brillen-Designern wie Warby Parker bringt das Unternehmen intelligente Brillen auf den Markt. Diese Wearables sollen das Galaxy-Ökosystem um Augmented-Reality-Funktionen erweitern.
Parallel dazu hat der Konzern seine Strategie für faltbare Smartphones verschärft. Das neue Galaxy Z Fold8 Ultra ist als Flaggschiff für professionelle Nutzer positioniert. Mit einem Startpreis von 2.100 US-Dollar zielt Samsung deutlich auf das oberste Preissegment ab, während das Standardmodell Fold8 für 1.900 US-Dollar angeboten wird.
Humanoide Roboter rücken in den Fokus
Abseits der Unterhaltungselektronik forciert Samsung die Kommerzialisierung seiner Robotik-Forschung. Das Management hat dafür ein eigenes Büro direkt unter dem Vorstandschef eingerichtet. Diese neue Einheit soll Talente bündeln und humanoide Roboter zur Marktreife führen.
Dieser Schritt gilt als Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb durch Tesla und chinesische Hersteller. Samsung nutzt hierbei seine vertikal integrierte Lieferkette. Der Konzern kann auf eigene Batterien, Displays und spezialisierte KI-Chips zurückgreifen, um die Entwicklung zu beschleunigen.
Großaufträge von Tesla und Meta
In der Halbleitersparte zeichnen sich derweil bedeutende Erfolge beim modernen 2-Nanometer-Verfahren ab. Tesla lässt seinen neuen AI5-Chip laut Berichten künftig bei den Südkoreanern fertigen. Das Design für diesen Hochleistungschip soll bereits die finale Phase vor der Produktion erreicht haben.
Indes hat sich offenbar auch Meta für Samsung entschieden, um die dritte Generation seiner KI-Beschleuniger produzieren zu lassen. Der Auftragsbestand in der Chip-Fertigung nähert sich Schätzungen zufolge der Marke von 50 Billionen Won. Umgerechnet entspricht das einem Volumen von rund 34 Milliarden Euro.
An der Börse reagierte das Papier mit einem Kursplus von 0,58 Prozent auf 260.500 Won. Damit notiert die Aktie knapp über ihrem 100-Tage-Durchschnitt von rund 254.800 Won. Für Rückenwind sorgen zudem die südkoreanischen Exportzahlen: In den ersten drei Juli-Wochen stiegen die Halbleiter-Ausfuhren des Landes im Jahresvergleich um 180,6 Prozent.
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