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SAP Aktie: Kurssprung mit Insider-Kauf

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 18:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SAP-Chef Christian Klein investiert nach überzeugenden Cloud-Zahlen in eigene Aktien. Analysten zeigen sich gespalten über die weitere Entwicklung.

SAP Aktie: Vorstandschef Klein kauft nach starkem Quartalsbericht
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Selten fallen Zahlenwerk und Vorstandshandeln so nah beieinander: Nur Stunden nach kräftigen Kursgewinnen greift SAP-Chef Christian Klein selbst zu und kauft Aktien seines eigenen Unternehmens. Das gibt dem ohnehin schon überzeugenden Cloud-Bericht zusätzliches Gewicht.

Der Softwarekonzern hat am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt, die vor allem beim Cloud-Geschäft überzeugten. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um neun Prozent auf 9,88 Milliarden Euro und übertraf damit knapp die Markterwartung von 9,85 Milliarden Euro. Die Cloud- und Softwareerlöse legten um 11,2 Prozent auf 8,85 Milliarden Euro zu, das reine Cloud-Geschäft steuerte 6,28 Milliarden Euro bei und traf die Prognosen nahezu punktgenau.

Beim Gewinn gab es ein gemischtes Bild. Der Gewinn je Aktie blieb mit 1,59 Euro hinter den erwarteten 1,75 Euro zurück, während der Nettogewinn mit 2,21 Milliarden Euro deutlich über der Analystenschätzung von 1,95 Milliarden Euro lag. Besonders bemerkenswert: Der für die kommenden zwölf Monate erwartete Umsatz aus Abo-Verträgen kletterte um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro — ein schnelleres Wachstum als noch im ersten Quartal.

Ausblick bestätigt, kleine Korrektur bei den Übernahmen

Die Jahresprognose hält SAP größtenteils. Der Cloud-Umsatz soll weiterhin zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro liegen, die Cloud- und Softwareerlöse zwischen 36,3 und 36,8 Milliarden Euro. Auch beim freien Cashflow bleibt der Konzern bei rund zehn Milliarden Euro.

Einzig beim bereinigten operativen Gewinn nimmt SAP eine leichte Anpassung vor: Statt 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro werden nun 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro angepeilt. Grund sind die im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs, die das Ergebnis um mehr als 100 Millionen Euro belasten dürften.

Die Reaktion der Analysten fällt unterschiedlich aus. BMO Capital hob das Kursziel von 175 auf 177 Dollar an und bestätigte die Einstufung "Outperform", verwies dabei auf den soliden Cloud-Backlog mit einem organischen Wachstum von mehr als 25 Prozent. KeyBanc senkte sein Kursziel dagegen von 235 auf 200 Euro, beließ die Einstufung aber bei "Overweight" und begründete den Schritt mit einer branchenweiten Bewertungsanpassung. Oppenheimer bestätigte "Perform" und warnte vor möglicherweise längeren Verkaufszyklen bei Großaufträgen in der zweiten Jahreshälfte, sollte das hohe KI-Budget aus dem ersten Halbjahr die Software-Ausgaben später bremsen.

Der Kauf des Vorstandschefs

Passend zum Zahlenwerk hat Christian Klein am Freitag über Tradegate Aktien im Wert von rund 325.000 Euro zu einem Kurs von 133,56 Euro erworben — eine meldepflichtige Eigengeschäft-Transaktion, die zeitlich exakt mit dem Kurssprung zusammenfällt.

An der Börse führte die Aktie den DAX am Freitag mit einem Plus von rund fünf Prozent klar an, der Zweitplatzierte Siemens Energy kam nur auf 1,5 Prozent. Trotz des Sprungs bleibt das Chartbild angeschlagen: Seit Jahresbeginn hat das Papier noch immer rund ein Drittel an Wert verloren. Eine nachhaltige technische Wende wäre erst mit einem Sprung über die bei 143,90 Euro verlaufende 50-Tage-Linie zu erkennen.

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