SBO Aktie: Auftragseingang auf 117,6 Millionen gestiegen
Veröffentlicht: 22.05.2026 um 03:18 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein krĂ€ftiger Auftragsboom trifft auf einen herben GewinnrĂŒckgang. Beim ĂlfeldausrĂŒster Schoeller-Bleckmann (SBO) klaffen die aktuellen Bilanzen und die Zukunftshoffnung weit auseinander. Die Zahlen zum ersten Quartal 2026 liefern ZĂŒndstoff fĂŒr eine Neubewertung der Aktie.
Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorquartal um 18,5 Prozent auf 117,6 Millionen Euro. Damit ĂŒbertrifft SBO auch den Vorjahreswert deutlich. Das wichtige Book-to-Bill-VerhĂ€ltnis kletterte auf einen Wert von 1,2. Diese Kennzahl signalisiert eine spĂŒrbare Belebung der Nachfrage fĂŒr die kommenden Monate.
Auftragsboom trifft auf GewinnrĂŒckgang
Parallel dazu ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr spĂŒrbar zurĂŒck. Er lag bei 98,5 Millionen Euro. Besonders deutlich fiel der operative Gewinn (EBITDA). Dieser brach auf nur noch 11,4 Millionen Euro ein. Die entsprechende Marge sank infolgedessen auf 11,6 Prozent.
Logistikprobleme im Nahen Osten bremsten das GeschÀft ab Ende Februar aus. Lieferketten gerieten ins Stocken. Das verzögerte die Realisierung geplanter UmsÀtze vor Ort. Die Folge: Produkte konnten nicht wie vorgesehen eingesetzt werden.
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ZusĂ€tzliche Kosten verursachte das neue Vertriebszentrum in Houston. Das Hochfahren des Standorts belastete das Ergebnis kurzfristig. Das Management erwartet erst fĂŒr die kommenden Quartale einen positiven Beitrag aus den USA. Indes drĂŒckte eine geringere KapazitĂ€tsauslastung in der Sparte Precision Technology auf die Rendite.
Strategiewechsel und solide Finanzen
SBO treibt die Neuausrichtung des Konzerns weiter voran. Das Ziel ist eine geringere AbhĂ€ngigkeit vom Ăl- und Gasmarkt. Das Unternehmen integriert dafĂŒr den Spezialisten 3T Additive Manufacturing. Unter der Marke âSBO Additive Europeâ bĂŒndelt der Konzern nun seine AktivitĂ€ten im 3D-Metalldruck.
Technologische Fortschritte sollen das Wachstum stĂŒtzen. Die neue Hochleistungslegierung H720 zielt speziell auf den Subsea-Bereich ab. Das Unternehmen expandiert zudem in Afrika und Asien. Der Ausbau des GeothermiegeschĂ€fts bleibt ein zentraler Bestandteil dieser Strategie.
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Die Bilanz bleibt trotz der Investitionen solide. Die Nettoverschuldung liegt bei knapp 83 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erreicht fast 48 Prozent. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 35,40 Euro. Damit liegt die Aktie seit Jahresbeginn rund 24 Prozent im Plus.
Marktbeobachter sehen in der Auftragsdynamik das Ende der Talsohle. HĂ€lt dieser Trend an, dĂŒrfte das zweite Halbjahr eine deutliche Erholung bringen. Die BestĂ€tigung dieses Szenarios hĂ€ngt nun maĂgeblich an der Stabilisierung der globalen Lieferwege. Die nĂ€chsten operativen Updates werden zeigen, ob der Houston-Standort die Erwartungen erfĂŒllt.
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