Schiffbau, Sorge

Schiffbau wÀchst - Sorge um FachkrÀfte und AfD-Einfluss

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 13:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die deutsche Schiffbauindustrie strotzt derzeit vor Kraft, lĂ€uft aber auf ein immer grĂ¶ĂŸer werdendes Personalproblem zu.

"Wir haben wirklich extrem RĂŒckenwind", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Verband fĂŒr Schiffbau und Meerestechnik (VSM), Reinhard LĂŒken, in Hamburg. Und vor allem gebe es so stabile Perspektiven wie er es noch nie erlebt habe. Die Schiffbauindustrie sei definitiv eine Wachstumsbranche, betonte LĂŒken rund eineinhalb Wochen vor Beginn der Weltleitmesse fĂŒr die maritime Wirtschaft, die SMM (Shipbuilding, Machinery & Marine Technology) in Hamburg.

Das fĂŒhre aber auch zu neuen Herausforderungen, etwa "wo finden wir das Personal"? Er könne sich zwar vorstellen, dass Menschen aus der Automobilindustrie in den Schiffbau wechseln. Doch das reiche nicht aus. Nötig seien auch FachkrĂ€fte aus dem Ausland. In diesem Zusammenhang warnte LĂŒken eindringlich vor einer Regierungsbeteiligung der AfD nach den im September in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt anstehenden Landtagswahlen.

"Wir halten die AfD fĂŒr eine Katastrophe fĂŒr Deutschland. Die Partei hat keine Lösung, die uns weiterhilft", sagte LĂŒken. Und gerade das Thema FachkrĂ€fte könnte bei einer Regierungsbeteiligung der AfD "echt Schaden" nehmen. Er wies darauf hin, dass nicht nur Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Werftstandort sei. Sachsen-Anhalt sei im Binnenschiffbau sogar das Bundesland Nummer 1. Mit Blick auf die AfD betonte er: "Das muss man den Menschen deutlich machen, fĂŒr die Wirtschaft ist das eine Katastrophe."

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