Scout24: 350 Millionen für Rückkäufe 2026
Veröffentlicht: 03.07.2026 um 02:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Scout24 kauft konsequent eigene Anteile zurück. Allein in der letzten Juniwoche erwarb der Konzern 111.988 Aktien. Damit summiert sich das Volumen seit Monatsbeginn auf über 300.000 Papiere.
Das Unternehmen plant für das laufende Jahr Rückkäufe von bis zu 350 Millionen Euro. Aktionäre profitieren parallel dazu von einer höheren Dividende. Die Ausschüttung klettert auf 1,50 Euro je Aktie, was einem Plus von 14 Prozent entspricht.
Insgesamt flossen im Geschäftsjahr 2026 bereits 455 Millionen Euro an die Anteilseigner zurück. Das Management nutzt die starke Cash-Generierung für diese direkte Kapitalallokation.
Operativ überzeugt der Betreiber von ImmoScout24 weiterhin. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 13,9 Prozent auf 179,6 Millionen Euro. Das organische Wachstum lag bei 10,7 Prozent.
Das operative EBITDA erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf 107,9 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 60,1 Prozent.
Wachstum durch KI und Spanien
Technologisch setzt das Unternehmen verstärkt auf künstliche Intelligenz. Auf dem Capital Markets Day präsentierte der Vorstand das neue „Agentic OS for Real Estate“. Diese Plattform soll die Vernetzung im Immobilienmarkt massiv automatisieren.
Erfolge zeigen sich ferner im Ausland. Die Expansion nach Spanien liefert bereits erste Beiträge zum Konzernumsatz. Das Management treibt diesen Kurs konsequent voran.
Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 steht fest. Scout24 erwartet ein Umsatzwachstum von bis zu 18 Prozent. Die operative Marge soll auf 61 Prozent klettern.
An der Börse notiert die Aktie derzeit bei 74,85 Euro. Damit liegt der Kurs knapp 20 Prozent über dem Jahrestief von 62,60 Euro. Der relative Stärke-Index von 53,1 signalisiert derzeit eine neutrale Marktlage.
Vom Rekordhoch bei 122,80 Euro bleibt das Papier allerdings weit entfernt. Das Management will diesen Abstand durch die nächste Phase des skalierbaren Wachstums verringern.
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