Selenskyj bittet USA um fĂŒnf Prozent ihrer Patriot-Raketen
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 15:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wenn die Amerikaner uns fĂŒnf Prozent verkaufen - PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes -, werden wir den Winter ĂŒberstehen und Menschenleben retten", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer RaketenschlĂ€ge.
"Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören", sagte Selenskyj. Zuvor hatte er auch in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN die USA darum gebeten, ihm die Abfangraketen zu verkaufen. Der Staatschef beklagt beinahe tĂ€glich, dass das Land sich nicht mehr vor den zunehmenden russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schĂŒtzen könne. Er wirft auch den VerbĂŒndeten vor, ihren Lieferversprechen nicht nachzukommen.
"In diesem Jahr verfĂŒgen wir ĂŒber zweieinhalbmal weniger Abfangraketen als im Jahr 2025", sagte Selenskyj. Russland hingegen habe seine Produktion an ballistischen Raketen hochgefahren. Moskau nutzt die SchwĂ€che der Ukraine bei der Luftverteidigung aus - und setzt verstĂ€rkt ballistische Raketen ein.
US-BestÀnde sind deutlich geschrumpft
Selenskyj hatte nach seinem Besuch bei US-PrĂ€sident Donald Trump Ende Juli die Hoffnung geĂ€uĂert, eine Lizenz zur Produktion der Patriot-Raketen in der Ukraine zu bekommen. Trump Ă€uĂerte sich danach zurĂŒckhaltend. Es sei eine schwierige Entscheidung, eine solche Technologie aus der Hand zu geben, sagte er.
Die BestĂ€nde der USA sind durch Trumps Krieg im Iran deutlich zurĂŒckgegangen. Experten des Zentrums fĂŒr strategische und internationale Studien CSIS (Center for Strategic & International Studies) gingen Ende Juli davon aus, dass die USA noch 800 Abwehrraketen auf Lager haben. Demnach seien es vor dem Iran-Krieg noch rund 3.100 gewesen. 600 Abwehrraketen soll die Ukraine erhalten haben.
