Siemens, Aktie

Siemens Aktie: Investitions-Ultimatum

21.04.2026 - 01:12:11 | boerse-global.de

Siemens droht mit Verlagerung geplanter KI-Investitionen in die USA und China, falls die EU ihr Regulierungswerk nicht anpasst. Der Konzern kritisiert den KI-Akt als zu bürokratisch.

Siemens Aktie: Investitions-Ultimatum - Foto: über boerse-global.de

Auf der Hannover Messe richtet Siemens-Chef Roland Busch eine unmissverständliche Botschaft an die Europäische Union. Wenn Brüssel das aktuelle KI-Regelwerk nicht anpasst, fließen geplante Investitionen vorrangig in die USA und nach China. Für den Technologieriesen geht es um ein Budget von rund einer Milliarde Euro.

An der Börse reagieren Anleger am Montag verhalten. Die Siemens-Aktie gibt um gut zwei Prozent auf 242,55 Euro nach. Auf Monatssicht steht allerdings noch ein sattes Plus von fast 20 Prozent auf der Kurstafel. Das Marktumfeld bleibt angesichts der europapolitischen Spannungen nervös.

Kritik am europäischen Sonderweg

Im Zentrum der Kritik steht der EU-KI-Akt. Busch wirft den Regulierern vor, industrielle Anwendungen in Fabriken fälschlicherweise mit verbraucherorientierter Software gleichzusetzen. Die neu geschaffenen Aufsichtsebenen belasten Bereiche, die ohnehin strengen Branchenregeln unterliegen. Jüngste Vorschläge der EU-Kommission zur Vereinfachung greifen aus Sicht des Konzernchefs viel zu kurz, um die strukturellen Hürden auszuräumen.

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Politische Rückendeckung erhält der Vorstand direkt vor Ort. Bundeskanzler Friedrich Merz forderte auf der Industriemesse ebenfalls mehr regulatorischen Freiraum für die industrielle Automatisierung. Europa brauche diese Technologien dringend, um die eigene Produktivität zu steigern.

Transformation zum Software-Riesen

Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr. Siemens ist längst kein reiner Industriekonzern mehr, sondern erwirtschaftet mittlerweile über ein Drittel seiner Umsätze mit Software. In den vergangenen Jahren kaufte das Management massiv zu. Die strategischen Übernahmen von Altair und Dotmatics kosteten zusammen rund 15 Milliarden US-Dollar.

Auf der Messe präsentiert das Unternehmen nun die konkreten Ergebnisse dieser Ausrichtung. Ein zentraler Baustein ist der gemeinsam mit Nvidia entwickelte Digital Twin Composer, der bereits beim Lebensmittelkonzern PepsiCo im Einsatz ist. Parallel dazu stellt Siemens ein neues KI-fähiges Datenzentrum für die Industrieautomation vor, das in Kooperation mit Palo Alto Networks entstand.

Blick auf die Quartalszahlen

Am 13. Mai präsentiert Siemens die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal. Es ist der erste Finanzbericht unter der neuen Finanzvorständin Veronika Bienert, die Anfang April das Ruder von Ralf Thomas übernommen hat. Diese Quartalsbilanz liefert den nächsten harten Datenpunkt, wie schnell sich die milliardenschweren Software-Zukäufe in greifbare Gewinne übersetzen lassen.

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