Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Zollstreit-Entspannung treibt kaum - Fokus auf Notenbanken

27.10.2025 - 11:45:02 | dpa.de

Signale einer Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit sind am Montag am deutschen Aktienmarkt weitgehend abgeprallt.

Anleger wagen sich in einer Woche mit Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der EuropÀischen Zentralbank (EZB) sowie vielen Unternehmenszahlen auf beiden Seiten des Atlantiks vorerst nicht weit vor.

So gewann der Dax DE0008469008 gegen Mittag auch nur 0,12 Prozent auf 24.268 Punkte. An der Index-Spitze stiegen die Titel des Chipherstellers Infineon DE0006231004 um 1,4 Prozent. Hinten lagen die Anteile des Duftstoff- und Aromenherstellers Symrise DE000SYM9999 mit minus 1,6 Prozent.

"Bis zu den Zentralbankentscheidungen könnte sich der Markt unentschlossen prÀsentieren", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades. "Die Impulse von EZB und Fed werden dann den Ausschlag geben, ob der Dax einen Ausbruch nach oben in Richtung neuer RekordstÀnde oder eine Korrektur nach unten vollzieht."

Der MDax DE0008467416 fĂŒr die mittelgroßen Börsenkonzerne sank am Montag um 0,28 Prozent auf 30.207 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg um 0,5 Prozent.

China und die USA seien zu einer vorlĂ€ufigen Einigung gelangt, hatte Li Chenggang, Vize-SekretĂ€r im chinesischen Handelsministerium, am Sonntag nach GesprĂ€chen mit der US-Seite gesagt. Diese mĂŒsse nun auf beiden Seiten "ein internes Genehmigungsverfahren durchlaufen". Konkrete Angaben zu den Inhalten machte China zunĂ€chst nicht. Auch US-Finanzminister Scott Bessent sprach von positiven Verhandlungen in Kuala Lumpur, die Vorlauf fĂŒr das Treffen von US-PrĂ€sident Donald Trump und Chinas PrĂ€sident Xi Jinping am Donnerstag in SĂŒdkorea sind.

In der deutschen Wirtschaft nahm im Oktober die Zuversicht etwas zu, wie das Ifo-GeschÀftsklima zeigt. Es fiel etwas besser aus als von Analysten erwartet. Allerdings konnte das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer den StimmungsdÀmpfer vom September mit den neuesten Daten nur teilweise wettmachen.

Am Aktienmarkt blickten die Anleger auf die Porsche AG DE000PAG9113. Beim Sportwagenbauer zehrten die Milliardenkosten fĂŒr die Verbrenner-VerlĂ€ngerung den Gewinn in den ersten drei Quartalen des Jahres fast vollstĂ€ndig auf. Experten zogen nach den Zahlen ein durchwachsenes Fazit und sahen nicht nur Negatives. Die Aktien setzten ihre jĂŒngste Erholungsrally mit plus 0,7 Prozent fort, womit sie zuvor höhere Gewinne jedoch eindĂ€mmten.

Bayer DE000BAY0017 erhielt in den USA die Zulassung fĂŒr sein Menopause-Mittel Elinzanetant. Die Bayer-Papiere gaben um 0,9 Prozent nach. Die Nachricht sei keine Überraschung, hieß es am Markt.

Bei Gerresheimer DE000A0LD6E6 erhĂ€rtete sich derweil der Verdacht, gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen zu haben, teilweise. Nachdem die Finanzaufsicht Bafin im September eine PrĂŒfung problematischer Buchungen im Konzernabschluss 2024 eingeleitet hatte, gab der Verpackungsspezialist das Ergebnis einer Untersuchung einer von ihm beauftragten Kanzlei bekannt. Dabei geht es im Vergleich zum Konzernumsatz aber nur um eine sehr kleine Summe. Die Titel legten um 2 Prozent zu. Die Problematik hĂ€tten die Kursverluste der vergangenen Woche bereits eingepreist, sagten Börsianer.

Fortschritte in einer Partnerschaft mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb US1101221083 bescherten den Papieren des Hamburger Wirkstoffforschers Evotec DE0005664809 Kursgewinne in Höhe von 3,7 Prozent.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 68298654 |