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New York: Dow profitiert von Ölpreisen - Nasdaq unter Druck

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 16:58 Uhr | dpa.de

Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben am Montag an den US-Börsen nur den Standardwerten geholfen.

Im Technologiesektor wirkte die Chipbranche im frühen Handel wegen neuer Sorgen vor Billigkonkurrenz aus China als Bremsklotz. Erholen konnten sich nur Tech-Werte aus der Software- und Internetbranche.

Eine erneute Feuerpause im Krieg zwischen den USA und dem Iran verhalf dem Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 zu einem Plus, das nach etwas mehr als einer Handelsstunde noch ein halbes Prozent auf 52.194 Punkte betrug. Er knüpfte damit an seine Kursgewinne vom vergangenen Freitag an.

Andere Indizes konnten ihre Anfangsgewinne nicht verteidigen: Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 sank zuletzt um 0,2 Prozent auf 7.398 Zähler. Vor allem machten sich die China-Sorgen an der Nasdaq bemerkbar. Der Nasdaq 100 US6311011026 verlor unter dem Gewicht der Chipwerte 1,1 Prozent auf 27.811 Punkte.

Im Technologiesektor droht die neue Börsenwoche ohnehin weiter unruhig und schwankungsreich zu bleiben. Denn in den kommenden Tagen stehen zahlreiche Quartalszahlen auf der Agenda, unter anderem von den Schwergewichten Microsoft US5949181045, Meta US30303M1027 und Apple US0378331005. Hinzu kommt am Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, auf die sich der Gesamtmarkt bereits vorbereitet.

Unter den Einzelwerten gehörten im Dow zwar einige Tech-Werte zu den Stützen, diese kamen mit Salesforce US79466L3024, Alphabet US02079K3059 und Microsoft aber eher aus dem Software- und Internetsektor. Ganz anders sah das Bild bei Chipwerten aus. Nvidia US67066G1040 war unter den "Magnificent 7" mit einem Kursrutsch um 4,2 Prozent das abgeschlagene Schlusslicht. Aktien weiterer Branchengrößen wie AMD US0079031078 und Micron US5951121038 büßten sogar bis zu 8,5 Prozent ein.

Zum Thema im Chipsektor wurden ein Bericht des Magazins "The Information" über eine beginnende Produktion von Immersions-DUV-Lithografiesystemen in China. Dieser drückte den Kurs des europäischen Chipindustrie-Ausrüsters ASML NL0010273215 in Amsterdam mit mehr als acht Prozent ins Minus. Unter Anlegern geht die Befürchtung um, dass die Anlagen des Unternehmens mehr und mehr ersetzt werden könnten, wenn die Chinesen es schaffen, in eine Massenproduktion überzugehen.

Im Standardwertebereich waren die Aktien der Autobauer Ford US3453708600 und General Motors US37045V1008 mit Kursgewinnen von zuletzt 0,5 respektive 2,1 Prozent auffällig. Jefferies empfahl beide am Montag zum Kauf wegen neuer Zuversicht des Analysten Philippe Houchois.

Um rund 40 Prozent sprangen die Anteile von Forte Biosciences US34962G2084 hoch. Der Biotech-Konzern Argenx NL0010832176 will das US-Unternehmen für 77 Dollar je Aktie oder insgesamt rund 2,2 Milliarden Dollar in bar erwerben, um seine Immonologie-Pipeline zu erweitern. Diesem Preis näherte sich der Forte-Kurs bis auf wenige Cent.

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